Ravensburg Messerattacke im Taxi steht vor Gericht

Welche Folgen eine Messerattacke auf einen jungen Mann hat, war am zweiten Verhandlungstag des Prozesses gegen einen 22-jährigen Angeklagten aus Friedrichshafen wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht zu erleben.

Neben einer gut sichtbaren Narbe im Halsbereich ist das Opfer "jetzt viel vorsichtiger" und leidet noch immer unter gelegentlichen Schlafstörungen. Dabei ist die Tat über neun Monate her. In der Heiligen Nacht war er mit einem Freund in den "Club Blue" bei Bregenz gefahren, um eine feucht- fröhliche Weihnachtsfeier zu erleben. Aber dann ließ er sich am frühen Morgen des 25. Dezember überreden, sich mit zwei jungen Frauen und einer Gruppe von vier Männern in einem Sammeltaxi heimfahren zulassen. Auf der Fahrt musste sich einer aus dem Quartett, der jetzt Angeklagte, übergeben. Im Streit mit dem Taxifahrer soll er versucht haben, den Fahrer zu würgen und mit einem Klappmesser zu bedrohen. Beim Halt in Kressbronn bekam der unbeteiligte Mitfahrer beim Aussteigen zunächst einen Faustschlag gegen den Kehlkopf "und dann war ich voller Blut und sah das Messer". Das Opfer flüchtete panisch in den Hinterhof eines Hauses. Von dort rief er einen Krankenwagen und die Polizei an. Als die kamen, war der mutmaßliche Messerstecher und seine Freunde verschwunden. Erst fünf Tage später wurde er verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Gestern dann die Gegenüberstellung im Saal eins des Ravensburger Landgerichts. Als Richter Matthias Geiser fragt, ob der Mann auf der Anklagebank der Täter gewesen sei, bejaht der Zeuge. Dann wird noch bekannt, dass es nach der Tat massive Versuche gab, das Opfer einzuschüchtern.

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