Ravensburg - Männerchor Eschach führt nach Amerika

Am erfolgreichen Jahreskonzert im Rathaus von Oberhofen wirkten auch die GZG-Jungs aus Friedrichshafen mit, sowie Musiker an Bandoneon und Klavier. Die Gesamtleitung hatte Arno Kleiß.

Der Männerchor Eschach hat zu seinem Konzert unter dem Titel „Zu-Flucht AMERIKA – Sklaverei und Hoffnung“ eingeladen. Das Programm erfüllte die Erwartungen der zahlreichen Zuhörer im voll besetzten Rathaussaal von Oberhofen. Mit drei amerikanischen Volksliedern stimmte der Männerchor auf den Kontinent ein. Die Sehnsucht nach „Old Virginy“ an der Ostküste der USA brachte stimmungsvoll die Wehmut nach der verlorenen Heimat zum Ausdruck.

Vom Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen hatte Arno Kleiß eine neue Generation des Knabenchors „GZG-Jungs“ mitgebracht. Sie begannen mit „Musik ist eine Brücke“ und dem „Magnificat“-Kanon. Mit „Yellow Submarine“ und „Lollipop“ setzten sie einen tollen Schlusspunkt und ernteten dafür tosenden Applaus.

Der Männerchor Eschach brachte in den folgenden Spirituals die Zuversicht auf Gottes Hilfe, aber auch auf ganz weltliche Fluchthilfe und Hoffnung auf Freiheit eindrucksvoll zum Ausdruck. Die bekanntesten Stücke daraus waren das stimmungsvolle „O Herr welch ein Morgen“, „Every time I feel the spirit“ und „Steal away“.

Einen ganz besonderen Akzent setzte das Duo Milonguero mit Roland Klugger am Bandoneon und Javier Fernandez am Piano. Das Bandoneon, eine Art Konzertina, in Deutschland erfunden, wird seit Jahrzehnten vornehmlich in Argentinien gespielt. Klugger, ursprünglich Pianist und Klavierlehrer, hat mehrfach Argentinien bereist und dort den Tango studiert. Mit dem sehr schwer zu spielenden Instrument bot er gemeinsam mit dem argentinischen Pianisten Javier Fernandez aus Zürich einen gefühlvollen, beeindruckenden Auftritt mit Tangomusik. In einer Milonga mit afroargentinischen Elementen kam auch das Konzertthema des Abends verstärkt zum Ausdruck.

Der Männerchor Eschach baute mit „Adelita“, „Ave maria no morro“ und „Chiquita linda“ ansprechende mittel- und lateinamerikanische Elemente ein. Mit „Rivers of Babylon“ und „Exodus“ setzte der Chor einen weiteren Schlusspunkt unter das gelungene Konzert, nicht ohne vom Publikum zu Zugaben gedrängt zu werden.

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