Überlingen Vertrauensbeweis für Amtsinhaber Henrik Wengert

96,9 Prozent der Stimmen für den Amtsinhaber und 2,6 Prozent für den Herausforderer. Wahlsieger Wengert war am Wahlsonntag sehr nervös. Dass kurz vor der Wahl mit Thomas Blietschau noch ein Herausforderer sich meldet, so Wengert, "hätte ich nicht gebraucht".

Bei der Bürgermeisterwahl bestätigten die Owinger Henrik Wengert mit 96,9 Prozent der Stimmen für weitere acht Jahre in seinem Amt. Dass sein kurz vor Torschluss noch aufgetauchter Herausforderer Thomas Blietschau nur auf 2,6 Prozent kam, überraschte nach der gemeinsamen Vorstellung nicht. Blietschau bereitete den Owingern durch seine Kandidatur aber eine Auswahl und dem Ergebnis damit eine höhere Aussagekraft. Angesichts der Wahlbeteiligung, die bei 57,8 Prozent lag, meinte Wengert: "Da ist noch Luft nach oben."

Schon gegen 18.15 Uhr lagen die Ergebnisse aus den Teilorten Hohenbodman, Taisersdorf und Billafingen vor und gaben den ersten Fingerzeig auf den wenig überraschenden Ausgang der Wahl. Als der Musikverein Owingen unter der Leitung von Angela Gorber den Marsch "Ein Mann, ein Wort" anstimmte, kündigte dies das nahende Endresultat an und spielte mit dem Titel zugleich auf die Wertschätzung des Amtsinhabers an. Dessen Stellvertreter Rudolf Fischer war es vorbehalten, das offizielle Ergebnis zu verkünden, ehe es auf dem Bildschirm auftauchte.

"Ein Mann, ein Wort" spielte der Musikverein Owingen zur Verkündigung des Resultats.
"Ein Mann, ein Wort" spielte der Musikverein Owingen zur Verkündigung des Resultats. | Bild: Hanspeter Walter

Obwohl die Auszählung wenig Spannung verhieß, füllten rund 300 Owinger zu diesem Zeitpunkt den oberen Rathausplatz und drückten damit zugleich ihren Respekt für den Amtsinhaber aus. Der Beifall war groß, auch wenn der Jubel nicht ganz so frenetisch war wie vor acht Jahren, als Henrik Wengert als Herausforderer dem amtierenden Schultes Günter Former eine schmerzhafte Niederlage beigebracht und mehr als 70 Prozent der Stimmen geholt hatte. Sein aktueller Herausforderer Thomas Blietschau, der sich nach eigenen Worten im Vorfeld doch einige Stimmen mehr versprochen hatte, ward in Owingen am Wahlabend nicht gesehen. Auch telefonisch war Blietschau für eine Bewertung nicht zu erreichen.

Rudolf Fischer gratulierte Henrik Wengert als erster zur Wiederwahl und überreichte dessen Partnerin Silvia Sulger einen Blumenstrauß. Wengert selbst dankte den Owingern für das "tolle Ergebnis" und den damit verbundenen Vertrauensbeweis. Er sei am Morgen des Wahltages noch so nervös gewesen, dass er "keinen klaren Gedanken fassen" konnte und daher auch keine Ansprache vorbereitet habe. "Da denkt man, die acht Jahre sind ganz gut gelaufen", erklärte Wengert: "Und dann taucht dann doch noch jemand auf. Das hätte ich nicht gebraucht." Aber jetzt sei er glücklich über das Ergebnis und freue sich auf die nächsten achte Jahre.

Spürbar erleichtert nach dem guten Ergebnis dankte der alte und neue Bürgermeister Henrik Wengert den Owingern für den großen Vertrauensbeweis.
Spürbar erleichtert nach dem guten Ergebnis dankte der alte und neue Bürgermeister Henrik Wengert den Owingern für den großen Vertrauensbeweis. | Bild: Hanspeter Walter

Dann wuchs auch schon die lange Schlange der Gratulanten heran. Darunter der FDP-Landtagsabgeordnete Klaus Hoher aus Salem und als Vertreter von Landrat Wölfle der Sozialdezernent Ignatz Wetzel. Wie groß die Sympathien für den Owinger Schultes in der ganzen Region sind, machte die Zahl der Kollegen deutlich, die zur Gratulation erschienen waren. Von Oliver Gortat (Sipplingen) über Manfred Härle (Salem) und Frank Amann (Heiligenberg) bis zu Daniel Heß (Stetten) und Volker Frede aus Hagnau. Auch Wilfried Franke, Direktor des Regionalverbands, lobt die Arbeit Wengerts. "Er hat wirklich einen guten Job gemacht in den letzten Jahren", sagte Franke, dem die Nervosität des Owinger Amtsinhabers nicht verborgen geblieben war. "Ich habe ihm heute morgen noch eine Aufmunterungssmail geschickt."

An seinen Vorvorgänger Karl-Friedrich Reiner, der es von 1969 bis 2001 auf vier Amtsperioden brachte, kann Wengert nur schwerlich herankommen. Reiner ist indessen voll des Lobes für den alten und neuen Bürgermeister. "Er versteht sein Geschäft sehr gut", sagt er, "und hat die Gemeinde wieder auf ein gutes Gleis gebracht."

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