Owingen Jahreskonzert des Musikvereins: Filmmusik motiviert den Nachwuchs

Das Jahreskonzert des Musikvereins Owingen im Kultur/O hat die Zuhörer begeistert. Die 25-köpfige Jugendkapelle spielte zum Auftakt.

Beim Jahreskonzert des Musikvereins Owingen durfte die Jugendkapelle im voll besetzten Saal des Kultur/O den Auftakt machen – mit vier Stücken und einer Zugabe. Das Publikum erlebte ein abwechslungsreiches Konzert, für das es viel Beifall gab. Dazu trug nicht zuletzt die Familie Benz mit ihrem Engagement bei. Vereinsvorsitzender Hans-Georg Benz dirigierte die Jugendkapelle und trat außerdem als Trompeter auf. Seine Frau Andrea Benz führte mit ihren informativen Ansagen charmant und gekonnt durch das Programm, Tochter Rosa (Trompete) und Sohn Alexander (Schlagzeug) spielen im großen Orchester mit.

Andrea Benz stellte zu Beginn neun Neumitglieder der 25-köpfigen Jugendkapelle vor, was für die Attraktivität des Vereins spreche, zugleich aber auch eine große Herausforderung darstelle. Filmmusik sei daher für die Motivation der Jugendlichen ein wichtiger Einstieg. Das war zu spüren bei der Titelmelodie aus dem Film „Fluch der Karibik“, deren wechselnde Rhythmen den jungen Musikern offensichtlich viel Spaß bereitet. Auch die Melodie aus dem Film „Die Mumie – das Grabmal des Drachenkaisers“ von Randy Edelmann kam gut an. Sie erzählt die Geschichte des ersten Kaisers von China, der Opfer eines Fluches wurde und dessen Armee in Terrakotten-Figuren verwandelt wurde. Der populäre Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater nach einer Volksmelodie im Dreivierteltakt war für das junge Musikensemble in Bezug auf das Tempo keine leichte Aufgabe. Da taten sie sich bei der Zugabe „Mambo Sapin“ mit der Hintergrundmelodie „Oh Tannenbaum“ schon leichter.

Dirigentin Angela Gorber mit Querflöte und Rosa Benz mit Trompete beeindruckten beim „Ave Maria“.
Dirigentin Angela Gorber mit Querflöte und Rosa Benz mit Trompete beeindruckten beim „Ave Maria“. | Bild: Lothar Fritz

Den zweiten Teil des Konzerts dirigierte Angela Gorber mit großer Übersicht, konzentriert und ausdrucksstark. Mit ihrer Ausstrahlung versteht sie die Musiker zu begeistern und mit leichter Hand zu führen. Gleich beim ersten Titel „Rollender Donner“ von Henry Fillmore, einer der bekanntesten Zirkusmärsche, überzeugte das Posaunenregister mit einer gewaltigen Klangfülle. Den Kontrast dazu bildete das Glenn-Miller-Medley mit den Melodien „In the Mood“ und die „Moonlight Serenade“. Die Klarinetten und Saxofone zauberten den typischen Glenn-Miller-Sound, bei dem auch die Dirigentin mitswingte.

Vereinsvorsitzender Hans-Georg Benz dirigierte die Jugendkapelle.
Vereinsvorsitzender Hans-Georg Benz dirigierte die Jugendkapelle. | Bild: Lothar Fritz

Der italienische Komponist Giulio Caccini (1551 – 1618) hat nach Meinung von Kennern eines der schönsten „Ave Maria“ komponiert. Es ist voller Gefühl und besinnlich. Entsprechend einfühlsam war der Vortrag der Solisten Rosa Benz mit Trompete und Angela Gorber mit der Querflöte, der vom Publikum mit großem Beifall honoriert wurde. Der Titel „Flight – Adventure in the Sky“ erklärte die Frage, warum über der Bühne als Dekoration ein Modellflugzeug schwebte. Es geht bei der Komposition von Benjamin Yeo um die Flugerfahrung eines jungen Piloten, der mit lautem Motorengeräusch in den wolkenlosen Himmel startet, das Gefühl der unbegrenzten Freiheit verspürt, jedoch in einen Sturm mit Blitzen und Donner gerät und gerade noch heil die Landebahn erreicht – eine rasante und lebhafte Komposition, bei der das Schlagzeug einiges zu bieten hatte.

Beim Jahreskonzert des Musikvereins trat die Jugendkapelle mit neun Neumitgliedern auf.
Beim Jahreskonzert des Musikvereins trat die Jugendkapelle mit neun Neumitgliedern auf. | Bild: Lothar Fritz

Basierend auf dem christlichen Gedicht der englischen Autorin Christina Rossetti (1830 – 1894) vertonte Gustav Holst die Geburt Christi, in der die Sehnsucht nach Harmonie in sanften Klarinetten-Tönen zum Ausdruck kommt. Streit im Götterhimmel der griechischen Mythologie war das Thema der Komposition „Cassiopeia“ von Carlos Marques, was reichlich Stoff für musikalische Dramatik bot. Mit den gefühlvollen Klängen von Leonard Cohens „Hallelujah“ wurde das Publikum in die Winternacht verabschiedet.

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