Owingen Ausstellung mit Objekten und Skulpturen von Andreas Dierig

Die Galerie im Alten Rathaus in Owingen zeigt Objekte und Skulpturen des Glasmalermeisters Andreas Dierig, der längst zum Künstler geworden ist.

"Die Glaskunstwerke spielen mit dem Licht", beschrieb Owingens Bürgermeister Henrik Wengert einen Effekt der farbigen Skulpturen von Andreas Dierig, die bei der neuesten Ausstellung "Farb-Licht-Schichten" in der Galerie im Alten Rathaus unter anderem zu sehen sind. Ja, je nach Perspektive könnten die Objekten mir ihren strahlenden Farben "den Herbst zum Leuchten bringen". In seiner Begrüßung zur aktuellen Vernissage betonte Wengert einmal mehr, dass die Gemeinde bei der Auswahl ihrer Ausstellungen auf einen "guten Mix" ganz besonderen Wert lege. Das ist mit der jetzigen Präsentation des Überlinger Glasmalermeisters und Künstlers Andreas Dierig einmal mehr gelungen. Selbst innerhalb der Ausstellung beleuchten ältere und neuere Kohlezeichnungen neben den Glaskunstwerken eine ganz andere kreative Seite von Dierigs.

Keine Laudatio im herkömmlichen Sinn kündigte Henning Hauke nach Saxofonklängen von Frederic Mademann an und verglich die leuchtend-farbigen Objekte mit "visueller Musik", die beim Betrachten regelrecht "spürbar" werde. Mit Bezügen zu Paul Klee und zum Bauhaus spürte Hauke den Wurzeln der Ästhetik nach, von deren Qualität längst die ganze Breite der Gesellschaft "durchtränkt" sei. Mittlerweile würden ja fast Spaghetti von Designern entworfen.

Die Geschichte des Werkstoffs reicht noch weiter zurück. "Glas ist der älteste Kunststoff der Welt", erklärte Henning Hauke – und Glas habe auf Menschen schon immer eine "magische Faszination" ausgeübt. Von seiner Entstehung und Herstellung aus unscheinbaren Mineralien bis hin zur transparenten Wirkung, die von Farben noch unterstrichen werde. Hauke verwies auf die Augen der berühmten Maske des Tutenchamun, das aus einem geschmolzenen Meteoritenmaterial gefertigt seien.

Einen Höhepunkt der Faszination erreiche das Glas in berühmten Kirchenfenstern, erklärte der Laudator und nannte die Kathedrale von Chartres als Beispiel, das schon den Lyriker Rainer Maria Rilke zu Elogen hingerissen habe. Und in Chartres habe auch Andreas Dierig schon Gelegenheit gehabt, seine handwerklichen Kompetenzen weiter zu entwickeln, die sich nun immer mehr in der Kunst widerspiegelten.

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