Owingen Adventskonzert des Billafinger Chörles in St.-Mauritius-Kirche

Das Billafinger Chörle hat wieder zum Adventskonzert in die St.-Mauritius-Kirche eingeladen.

Musik drückt aus, was Worte nicht vermögen, sie erschafft Welten, sie eint in einer gemeinsamen Leidenschaft. Gemeinschaft, tiefes Empfinden und die universelle Weihnachtsbotschaft ließen sich in dieser Form beim Adventskonzert des Billafinger Chörles in der St.-Mauritius-Kirche eindrucksvoll erfahren. Zum nun zehnten Mal verwandelte der Chor unter Leitung von Annette Kiesel eine einfache Abendstunde in ein musikalisches Erlebnis mit Tiefgang. „Lassen sie den Alltagsstress hinter sich“, appellierte Chormitglied Susanne Riester an das zahlreich vertretene Publikum, „machen wir uns gemeinsam auf den Weg zur wahren Weihnachtsfreude.“ Ruhig werden, stilles Glück im Atemholen erfahren, wie ließe sich das besser als mit Musik?

„Es kommt ein Schiff geladen“: Majestätisch tragend tönte das alte Lied, kündend vom rettenden Messias. So festlich eingestimmt ergänzten auch „Leise kommt ein Lied gegangen“ oder „Herbei, o ihr Gläubigen“ die weihnachtliche Vorfreude. „Wir sagen euch an den lieben Advent“, gemeinsam mit den Zuhörern gesungen, wurde dieser Freude besonderer Ausdruck verliehen. „Dieses Jahr umfasst unser Repertoire speziell internationale Weihnachtslieder“, sagte Riester. Zwischen Nord- und Südhalbkugel hätten sich aber dennoch auch hiesige Weisen eingefunden. Das schottische Volkslied „Will you come and follow me“ gab sogleich eine ansprechende Kostprobe fremder Klänge. Sehr anrührend gestaltete sich auch „Tui amoris ignem“ aus Taizé, in harmonischer Andacht die Kirche erfüllend. „Eli, Eli“, emotional ergreifend und musikalisch erstklassig umgesetzt, faszinierte das hebräische Gebet.

Alban Pohle fasziniert mit seiner Trompete im Duett mit Pianist Albert Franz.
Alban Pohle fasziniert mit seiner Trompete im Duett mit Pianist Albert Franz. | Bild: Rebecca Rexroth

Hohen musikalischen Anspruch konnten auch Trompeter Alban Pohle und Pianist Albert Franz für sich verbuchen: In höchster Präzision und mit Gefühlstiefe präsentierten sie im Duo klanggewaltige Stücke wie „Trumpet Tune and Air“, „Largo“ oder die „Pavane aus Op.50“ von Fauré. Gehobene Festlichkeit, die das altdeutsche „Stimmet Hosianna an“ oder das jubelnde „In dulci jubilo“ perfekt ergänzten. Die klangliche Hochstimmung durften die Zuhörer mit Eigeninitiative beim Kanon „Lasst uns den Weg bereiten“ oder „Wünsche schicken wir wie Sterne“ bereichern. Auch das mitreißende Gospel „Good News“ zielte auf Interaktion. Wie impulsiv Christi Geburt in Afrika gepriesen wird, zeigte das tansanische „Amezaliwa“, dessen Temperament von Trommelrhythmen unterstrichen wurde. „Hört die Botschaft dieser Stunde“ hieß es im russischen Wiegenlied „Bajuschki Baju“, melancholisch kündend vom Weihnachtsfrieden. Jenen gewährte einem abschließend das norwegische „Julenatt“, von Kerzenschein und Schneegestöber säuselnd. Eine Abendstunde nur, doch in ihrer Botschaft wegweisend für die gesamte Weihnachtszeit.

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