Oberteurigen Oberteuringer feiern Jubiläum 500 Jahre Kirchweih St. Martinus

Anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Kirchweih St. Martinus hat es am Sonntag in Oberteuringen einen Festgottesdienst sowie einen Festakt im Saal des Gasthauses "Die Post" gegeben.

Vor 500 Jahren wurde die Kirche St. Martinus in Oberteuringen geweiht. Mit einem Festgottesdienst zum Kirchenpatrozinium sowie mit einem Festakt im Saal des Gasthauses "Die Post" endete am gestrigen Sonntag dieses Jubiläumsjahr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, feierte den Gottesdienst mit der Gemeinde in der voll besetzten Kirche. "Das ist für uns ein schönes Zeichen der Verbundenheit", dankte Pfarrer Robert Müller dem hohen Besuch.

Bischof Fürst sprach von einem wunderbaren Tag. "Die Sonne des Jubiläums lacht über uns." In seiner Predigt nannte er den Heiligen St. Martin als eine der Gründerpersonen des christlichen Europas. Den Satz "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" aus dem Matthäus-Evangelium stellte Fürst dabei in den Mittelpunkt. "Als Kirche sind wir nur glaubwürdig, wenn wir im Sinne des Heiligen Martin handeln." Kinder würden beim St.-Martins-Fest mit der Teilung des Mantels unmittelbar spüren, was sein Handeln bedeute: Sich den Armen zuwenden, den Schwachen helfen und jenen ohne Wohnung Schutz geben. "Auch hier und weltweit müssen wir uns den Armen, Schwachen und Hungernden zuwenden", appellierte Bischof Fürst. Gehe man an ihnen vorbei, gehe man an Christus vorbei.

Beim Festakt hob Bischof Fürst auf den 2005 vom Europarat als europäischen Kulturweg gegründeten Martinusweg ab, Er führt von St. Martins Geburtsort in Szombathely/Ungarn bis ins französische Tours, wo er gestorben ist. Auch Oberteuringen sei eine wichtige Station am Weg. "Ich lade Sie ein, dass Sie den Martinsweg als Gemeinde begehen und ihm Lebendigkeit verleihen." Gerade in einer Zeit, wo es mit Europa nicht so einfach aussehe, Ost und West auseinanderdrifteten und die Finanzen in der Krise seien, sei es wichtig, den europäischen Kulturweg mit Inhalten zu füllen. "Dabei gilt es auf diesem Weg, sich für die soziale Dimension des Christentums stark zu machen."

Schon von weitem sehe man den 61 Meter hohen Teuringer Kirchturm wie einen Zeigefinger nach oben, sagte Dekan Reinhard Hangst. "Die Menschen charakterisieren eine Kirche aber noch mehr", lobte er die Haupt- und Ehrenamtlichen. Viele Stürme hätten um den Kirchturm getobt, viele Menschen in den Mauern Schutz gesucht. Als Seelsorgeeinheit mit Ailingen und Ettenkirch schaue man heute mutig vorwärts. "Vergessen wir auch künftig nicht, gläubig aufwärts zu schauen", so der Dekan. Als neuer Bürgermeister von Oberteuringen versprach Ralf Meßmer der Kirchengemeinde weiterhin Partnerschaft und Unterstützung. Die Kirche begleite durchs ganze Leben und stehe in der Mitte des Orts. Sie sei aber nicht mehr Mittelpunkt der Gesellschaft, viele Kirchenbänke blieben leer. "Aber sie führt keine Randexistenz. Die Worte der Kirchenoberen werden gehört, sie erfüllt soziale Aufgaben und hat eine sinnstiftende Funktion", so Meßmer.

Beim Festgottesdienst setzte der Kirchenchor zusammen mit Solisten und einem Instrumentalensemble musikalische Glanzlichter und ließ die "Missa brevis D-Dur" und das "Benedictus sit deus" von Wolfgang Amadeus Mozart hören. Beim Festakt spielte die Trachtenkapelle Oberteuringen. Am Programm beteiligt waren außerdem die Kirchengemeinderäte und die Ministranten. So beleuchteten Sabine Kübler-Rueß, Beate Stark und Erwin Baur als lebendig gewordene Kirch- und Kapellentürme humorvoll die 500-jährige Geschichte der Kirche St. Martinus.

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