Oberteuringen Haus der Pflege St. Raphael feierlich eingeweiht

Das Erlebnis Inklusion startet: Das Haus der Pflege St. Raphael in Oberteuringen ist eingeweiht worden. Das neue Wohn- und Pflegeheim nimmt den Betrieb auf. Die ersten neun Zimmer sind schon belegt.

Fünf Jahre liegen zwischen den ersten Planungsschritten und der Fertigstellung des Hauses der Pflege, das am Freitagnachmittag in Oberteuringen feierlich eingeweiht und als dessen namengebender Schutzpatron Sankt Raphael gewählt wurde. Den spirituellen Segen erteilten in einem ökumenischen Gottesdienst Pfarrer Rainer Baumann von der evangelischen und Pfarrer Robert Müller von der katholischen Kirche. Das Pflegeheim ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Liebenau, die Bauherrin und Trägerin der Einrichtung ist und der Gemeinde, von der die Initiative ausging und die das Grundstück beisteuerte. Das Haus St. Raphael ist Teil des inklusiven Wohnquartiers Lebensraum Campus. Dazu gehören Wohnungen nach dem Konzept der "Lebensräume für Jung und Alt", ein Förderbereich für Menschen mit Behinderungen, ein Kindergarten, ein Familientreff, ein Café und eine Mediathek.

Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, hob in seinen Grußworten die besonders gute Zusammenarbeit und Verbundenheit mit der Gemeinde Oberteuringen hervor. Er sprach von einem "außerordentlich gelungenen Haus, seine Planung spricht für sich". Unter den über 50 vergleichbaren Einrichtungen der Stiftung Liebenau rage St. Raphael als besonderes Schmuckstück heraus und bilde eine Zierde für Oberteuringen, was gleichermaßen für das qualitätsvolle Angebot gelte. Allen Beteiligten sprach er seinen Dank und seine guten Wünsche aus, die er auf Bewohner und Bevölkerung ausdehnte: "Wir hoffen, dass Sie sich stets wohl und gut aufgehoben fühlen." Und jeden, der Lust habe, mitzumachen, hieß er willkommen: "Das Haus hat sperrangelweit offene Türen."

Vor den offenen Toren des neuen Wohn- und Pflegeheims St. Raphael (von links): Die Architekten Eckhard und Christine Ernst, Alexander Lahl (Geschäftsführer Stiftung Liebenau), Architektin Karin Vogel, Ehemaliger Bürgermeister Karl-Heinz Beck , Berthold Broll (Vorstand Stiftung Liebenau), Stefanie Locher (Geschäftsführerin "Liebenau Leben im Alter"), Andreas Sponar (Sozialdezernat Bodenseekreis), Einrichtungsleiter Matthias Strobel und Bürgermeister Ralf Meßmer.
Vor den offenen Toren des neuen Wohn- und Pflegeheims St. Raphael (von links): Die Architekten Eckhard und Christine Ernst, Alexander Lahl (Geschäftsführer Stiftung Liebenau), Architektin Karin Vogel, Ehemaliger Bürgermeister Karl-Heinz Beck , Berthold Broll (Vorstand Stiftung Liebenau), Stefanie Locher (Geschäftsführerin "Liebenau Leben im Alter"), Andreas Sponar (Sozialdezernat Bodenseekreis), Einrichtungsleiter Matthias Strobel und Bürgermeister Ralf Meßmer. | Bild: Gudrun Schäfer-Burmeister

Als Vertreter des Sozialdezernats Bodenseekreis betonte Andreas Sponar die aus der demographischen Entwicklung entstehenden großen Aufgaben für Wohnformen im Sinne der Inklusion, wofür das Oberteuringer Projekt im Bodenseekreis richtungsweisend sei.

Bürgermeister Ralf Meßmer unterstrich das Engagement seines Amtsvorgängers Karl-Heinz Beck und des Gemeinderates, welche die Voraussetzung geschaffen haben. "Ohne Ihr vorausschauendes Denken und Planen würden wir hier heute nicht stehen."

Josef Brugger von den "Senioren aktiv" lud die Bewohner zum Mitmachen ein, Stefanie Locher, Geschäftsführerin der "Liebenau Leben im Alter", akzentuierte die Notwendigkeit seniorenübergreifender Angebote mit der Forderung nach der Auflösung von Trennlinien in den Gesetzbüchern.

Architekt Eckhard Ernst sprach von technischen Besonderheiten, wie beispielsweise der Nachhaltigkeit als Niedrigenergiehaus.

Für Einrichtungsleiter Matthias Strobel stehen die Bewohner im Mittelpunkt. Alles werde nach ihnen und ihren Bedürfnissen ausgerichtet und so würden auch die Aufgabenbereiche des Personals verschwimmen.

Neun Bewohner sind im November in die erste Wohngruppe eingezogen. Das Wohn- und Pflegegemeinschaftskonzept in den drei Wohngruppen mit jeweils 15 Einzelzimmern um einen zentralen Wohnküchenbereich wolle eine familiäre Atmosphäre schaffen. Künftig werde außerdem ein ambulanter Dienst das Angebot in Oberteuringen erweitern. In die Nachbarschaft bestehe Offenheit, Besucher seien jederzeit herzlich willkommen, "das Symbol ist der nichtumzäunte Garten".

Haus St. Raphael

  • Das Haus St. Raphael mit 45 Plätzen in drei Wohngruppen entspricht laut Träger den neuesten Anforderungen an eine moderne Altenpflege und verwirklicht das Konzept einer Wohn- und Pflegegemeinschaft. Ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Mitarbeitern der Pflege, der sozialen Betreuung sowie der Hauswirtschaft, arbeitet eng zusammen – untereinander und mit den Bewohnern.
  • Jedes der möblierten Zimmer hat gut 18 Quadratmeter, ein eigenes Bad, Fernseher und WLAN. Lichthöfe erhellen die Flure. Geplant wurde seit 2012, gebaut wurde von Mai 2016 bis August 2017. Insgesamt betrugen die Kosten etwa 6 Millionen Euro.
  • Adresse: Haus St. Raphael, Bachäckerstraße 9, 88094 Oberteuringen

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