Oberteuringen Da Capo-Chor erfreut die Kirchengemeinde

Dem Chor aus Meckenbeuren gelang ein vielseitiges und beschwingtes Konzert in St. Martinus. Die kompletten Spendeneinnahmen überließen die Sängerinnen und Sänger der Gemeinde für die Renovierung des Kirchturms.

Mit seinem Konzert bereicherte der Chor Da Capo aus Meckenbeuren am Sonntag das 500-jährige Jubiläum der Kirche St. Martinus in Oberteuringen. Unter der Leitung von Gabi Ilg gelangen Gospels, Pop-Songs und neue geistliche Lieder.

Zum Klang von "Du bist gut zu mir", ein Lied von Martin S. Müller, marschierten die rund 30 Sängerinnen und Sänger ein. Rhythmisch und beschwingt gaben sie schon mit dem ersten Stück einen Vorgeschmack auf das abwechslungsreiche Konzert. "Welche Art von Musik mag wohl vor 500 Jahren in dieser Kirche erklungen sein?", fragte Pfarrer Robert Müller zu Beginn. Jeder Zeitabschnitt habe seine Musik. "Und heute erklingt Musik aus unserer Zeit", lud er zum Zuhören ein. Mit "Top of the World" von den Carpenters ließ der Da Capo Chor einen gefälligen Ohrenschmeichler aus den 1970er Jahren folgen. Klar intoniert transportieren sie mit dem Lied echte Lebensfreude. Begleitet von Peter Haas (E-Piano), Eberhard Maier (E-Bass) und Dominik Elle (Schlagzeug) gelang auch ein Song von Carole King: "You've got a friend" berührte die Zuhörer. Sicher führten die Männer an, und zusammen mit den Frauen füllten sie den Kirchenraum mit harmonischem Gesamtklang.

Beim Traditional "Lord of the Dance" hätte man sich am liebsten die Step-Schuhe angezogen. Stilecht wurde der Chor von Caroline Schmidt an der Geige, Annette Bucher an der Gitarre und Rapael Thiel an der Ukulele begleitet. Wie gut es den Zuhörern gefiel, zeigte der spontane Zwischenapplaus, zu dem sie sich nach diesem Lied hinreißen ließen. Zur jazzigen Melodie von "Gott, Du bist mein Gott" von York Sommer, der den Landesgospelchor Baden-Württemberg leitet, war wieder eine ausgefeilte Rhythmik gefragt. Mit viel Präsenz für das engagierte Dirigat von Gabi Ilg, die den Da Capo Chor seit 2002 leitet, gelang auch dieses spritzige Lied.

Dann wechselte Peter Haas vom Klavier hoch auf die Empore und bot mit drei Sätzen aus Johannes Matthias Michels "Petite Suite in Blue" Jazz an der Orgel. Mächtig zeigte sich "Entrée", sanfter und gefälliger "Récit", das Motive bekannter Spirituals aufnimmt und umspielt. Schwungvoll ließ auch "Sortie" an New Orleans-Jazz mit seinen bunten Paraden denken. Eher ungewöhnlich ist diese Art von Musik an der Kirchenorgel. Zum Konzertprogramm passte das Intermezzo jedoch sehr gut und das Spiel von Peter Haas ließ aufhorchen. Mit "Don't fear" von Andreas Reif ließ der Da Capo-Chor ein Lied folgen, das in seiner Innigkeit einem Gebet glich. Zu den Stimmen aus einem Guss setzte Silke Stroppel am Saxophon einen weiteren musikalischen Akzent.

Mit "Goin up", "Come let us sing" und "Thank you" folgten weitere mitreißende Songs, die teils jazzig inspiriert waren und teils an die Gospel-Tradition erinnerten. Gerade letzteres, ebenfalls komponiert von York Sommer, ging sofort ins Ohr. Zur Zugabe legten die Sängerinnen und Sänger ihr Noten zur Seite, denn sie brauchten die Hände, um den Rhythmus von "What a happy Day" mitzuklatschen. Hier gelang ihnen die auf- und abschwellende Dynamik ganz besonders gut. Belohnt wurde der Da Capo-Chor von den Konzertbesuchern mit viel Applaus. Die Kirchengemeinde von St. Martinus ist nicht nur dankbar für das gelungene Konzert, sondern auch dafür, dass der Chor den kompletten Inhalt der Spendenkörbchen für die Renovierung des Kirchturms in Oberteuringen überlässt.

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