Oberteuringen Abschiedsfeier für Karl-Heinz Beck: Oberteuringen sagt Danke

Karl-Heinz Beck, seit 31 Jahren im Amt und damit derzeit dienstältester Bürgermeister im Bodenseekreis, geht in den Ruhestand. Am Freitagabend richtete ihm die Rotachgemeinde eine Abschiedsfeier aus. Beck ist jetzt Ehrenbürger Oberteuringens.

Sowohl die Redner auf dem Podium, als auch alle sonstigen Mitwirkenden brachten diesen Dank auf ihre jeweilige Art abwechslungsreich, unterhaltsam und in jedem Fall überzeugend zum Ausdruck. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Trachtenkapelle Oberteuringen unter der Leitung von Fabian Zürn.

Der stellvertretende Bürgermeister Franz Keller begrüßte die rund 500 Gäste im Saal der "Post", unter ihnen zahlreiche Vertreter lokaler und regionaler Politprominenz, ehemalige und amtierende Mitglieder des Landtags, Landräte, Bürgermeisterkollegen und Gemeinderatsmitglieder. In mehr als fünfzig Jahren Arbeit im Öffentlichen Dienst sammelte Beck viele Weggefährten, die ihre Wertschätzung mit ihrer Teilnahme und in Beiträgen zum Ausdruck brachten.

Landrat Lothar Wölfle fasste die Leistung Becks für Oberteuringen mit den Worten zusammen: "Karl-Heinz Beck war ein Segen für die Gemeinde." Aus vollem Herzen lobte er: "Es war ein wirklich hervorragendes, gutes Miteinander." Beck verstehe es, die Menschen mitzunehmen, denn dieses vertrauensvolle Miteinander habe in die Gemeinde ausgestrahlt. Mit dem "Jahrhundertprojekt" Lebensraum Campus habe er verwirklicht, was er bei seiner Wiederwahl 2002 versprochen habe, nämlich die älteren Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen. Die Kinder des Rotachkindergartens sangen mit Leiterin Sabine Römhild ein Loblied: "Teuringens Chef ist der Herr Beck, leider ist er ganz bald weg".

Reinhold Schnell sprach als Vertreter der Bürgermeister des Bodenseekreises und des Gemeindetags. Beck sei ein "Kommunaler aus Leidenschaft", der durch Kompetenz, Besonnenheit, Loyalität und Kollegialität die Anerkennung und Wertschätzung aller Kollegen gewonnen habe.

Gemeindepräsident Michael Götte aus dem schweizerischen Tübach erinnerte an die Anfänge der Zeit als Partnergemeinden und hob sowohl den kulturellen, als auch den geselligen Austausch hervor. Zusammenfassend schloss er: "31 Jahre! Chapeau, was du geleistet hast."

Die weiteste Anreise hatte die Delegation aus dem sächsischen Lohmen, seit 1990 Partnergemeinde. Deren Bürgermeister Jörg Mildner konstatierte: "Unsere Partnerschaft hat Gastfreundschaft und Ehrlichkeit ausgezeichnet, daraus ist Freundschaft geworden."

Hagen Binder, Architekt und Ortsbauplaner, fasste seinen Dank in eine eigene Komposition, die er gemeinsam mit einem ganz besonderen Profi-Trio zum Besten gab. Becks Sohn Volker, Tochter Sabine und Schwiegersohn Mathias Petry begleiteten ihn musikalisch und jeder, der wollte, konnte in den Refrain einstimmen: "Danke, ja vielmals Danke für diese gute, schöne Zeit."

Pfarrer Rainer Baumann von der evangelischen Kirche brachte auch im Namen seines Kollegen Robert Müller von der katholischen Kirche beider Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck. Beck hinterlasse einen blühenden Ort und so manche Knospe. Nicht nur für die Gemeinde bedeute der Abschied eine Zäsur, auch für Beck selbst. Er wünschte ihm: "Adieu Bürgermeister, auf baldiges Wiedersehen, Gott befohlen."

Die ehemalige Gemeinderätin Marie-Luise Sprenger unterhielt mit einem schwäbischen Gedicht aus eigener Feder und reimte den Slogan: "Soll dir dein Leben besonders gelingen, dann zieh nach Oberteuringen." Hauptamtsleiter Rainer Groß überreichte seinem Chef einen eigens von der Belegschaft zusammengestellten Bildband, der Becks Amtszeit dokumentiere, aber auch die persönlichen Erinnerungen und Wünsche aller Kollegen enthalte. Darin sei immer wieder von Vertrauen und Verlässlichkeit die Rede und von Beck als fröhlichem Menschen mit feinsinnigem Humor und herzhaftem Lachen.

Franz Keller führte in einem virtuellen Rundgang durch Oberteuringen und an Karl-Heinz Becks Erfolgsprojekte. Das Gestalten und Entwickeln habe immer im Vordergrund gestanden, Becks Wirken sei ein Glücksfall für Oberteuringen gewesen. Als Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit überreichte er dem scheidenden Bürgermeister die Urkunde zur Ernennung als Ehrenbürger.

Karl-Heinz Beck zeigte sich "angerührt" von der "überwältigenden Kulisse" und von der hohen Ehrung. Er versuche sich, ihrer würdig zu erweisen. Den Dank seiner Gäste erwiderte er in seinen Abschiedsworten und ganz zum Schluss richtete er ihn an Freunde und Familie, sowie an seine Frau. "Danke, liebe Mechthild, du hattest einen Fulltimejob, der in keinem Stellenplan vermerkt ist, trotzdem aber zur Personalausstattung gehört."

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