Meersburg Sommertalschule bietet Tag des offenen Unterrichts

Die Sommertal-Gemeinschaftsschule in Meersburg macht bei der Woche der Gemeinschaftsschule mit. Bei einem Tag des offenen Unterrichts können Interessierte den Schulalltag live erleben.

Beim Tag des offenen Unterrichts am kommenden Freitag sollen sich alle Interessierten selbst ein Bild von der Gemeinschaftsschule machen. Mit der Teilnahme an der Woche der Gemeinschaftsschulen will die Sommertalschule ihre Arbeit authentisch vorstellen und Einblicke in den Unterricht ermöglichen – und zwar, erklärt Rektor Jürgen Ritter, „abseits der jetzt im Vorwahlkampf beginnenden zum Teil sehr polemischen Diskussion über unsere Schulart.“

Vor dreieinhalb Jahre startete die Meersburger Gemeinschaftsschule als erste im Landkreis. „Unser Ziel ist es, sie weiter voranzubringen und ihre Chancen, die keine andere Schulart bietet, herauszustellen.“ Dabei sei die Überschaubarkeit der zweizügigen Schule ein Vorteil. An einigen Punkten müsse man sicher nachjustieren. Aber: „Es funktioniert gut, und das möchten wir in dieser Woche zeigen.“ Auch die Stadt wünsche sich, „dass es weiterhin gut läuft“, bekräftigte die zuständige Abteilungsleiterin Ute Rose.

„Wir kennen jeden Schüler, auch außerhalb der eigenen Klasse“, sagt Lehrerin Jutta Randecker. Sie ist das vierte Jahr an der Schule und „kann endlich so arbeiten, wie ich schon immer wollte“, nämlich, die Schüler intensiv zu begleiten – auch außerhalb des Unterrichts, wie ihre Kollegin Antje Weisner unterstreicht: „Wir leisten ganz viel Beziehungsarbeit.“

Ritter sagt, als langjähriger Lehrer „freue ich mich wieder viel mehr auf meinen Unterricht als vor ein paar Jahren.“ Die Atmosphäre und das Verhalten der Schüler hätten sich positiv verändert. Ritter glaubt, der Grund sei, dass der ständige Notendruck wegfalle und das für Schüler wie Lehrer gut sei.

Achtklässlerin Aylin Kalayci sagt: „Ich finde es toll, dass ich in der Gemeinschaftsschule so selbstständig arbeiten kann und trotzdem ein Ziel habe.“ Bei Aylin ist das erst mal der Realschulabschluss. Achtklässler Willy Rettig meint: „Man muss selbstkritisch sein, sich gut einschätzen können, wissen, was man arbeiten muss.“ Aber man bekomme dabei Hilfe von den Lehrern. Beim Lernpensum orientiere man sich am Wochenplan, der aus einem Pflicht- und einem dreistufigen Erweiterungsbereich bestehe.

Katrin Bechinger aus Ahausen, deren Tochter Katharina die fünfte Klasse besucht, sieht anhand des Lerntagebuchs, was diese in der Schule macht. Dort erledigen die Kinder auch sämtliche „Hausaufgaben“ und können danach ihre Freizeit genießen. Der fehlende Leistungsdruck und die Überschaubarkeit waren für Bechinger bei der Schulwahl für ihre Jüngste ausschlaggebend. Sie gehe „angst- und stressfrei in die Schule.“ Dass das auch ganz anders sein kann, weiß Bechinger nur zu gut: Sie hat sechs weitere eigene Kinder und zwei Pflegekinder.

Die Schule stellte ferner ihren neuen Kooperationspartner „Rock your life!“ vor. Studierende der Uni Konstanz arbeiten ehrenamtlich als Mentoren für Schüler, auch sieben Sommertalschüler machen bei dem Programm bereits mit.

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