Meersburg Schon 1000 Besucher im neu eröffneten Vineum

Das Vineum Bodensee feiert Eröffnung. Kulturwissenschaftler Thomas Knubben stellt erfreut fest: "Hier entstand ein Weinmuseum des neuen Typs."

Über 1000 Interessierte besuchten am Wochenende das neue Vineum Bodensee. Das Staunen war groß, wie sich das ehemalige Heilig-Geist-Spital verwandelt hat. Aus einem "ungeschliffenen Edelstein ist ein glänzender Diamant geworden" meinte denn auch Bürgermeister Martin Brütsch bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend. Unter den rund 300 Gästen waren auch Bernhard Prinz von Baden, einer der größten Winzer des Landes, der Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen sowie drei von Brütschs vier Vorgängern als Schultes.

Brütsch dankte allen, "die das Vineum möglich gemacht haben", dem Gemeinderat, den Bürgern und den Vereinen und er würdigte die Macher, an erster Stelle Architekt Korkut Demirag, dessen Museumsdesignerin Hanna Kropp und die Kuratoren Christine Krämer und Thomas Knubben.

Das Vineum sei ein "Glücksfall für die Stadt Meersburg", sagte Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. Der Weintourismus sei für Baden-Württemberg, das einen Ruf als Genießerland habe, nicht zu unterschätzen.

Architekt Demirag verzichtete in seiner Ansprache auf viele Worte: "Ich habe den Vorteil, dass das, was wir gemacht haben, für sich sprechen soll." Demirag hob das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten hervor. "Der Bau wurde getragen von einem ganz großen Geist der Zusammenarbeit." Die beteiligten Handwerker lobte und listete er auf einer Danke-Karte, die für die Gäste auslag. Demirag erinnerte daran, dass am Anfang der Auftrag für ein Stadtmuseum gestanden hatte. Daran, dass sich die Idee zu einem Haus für Wein, Kultur und Geschichte fortentwickelte, habe der Kulturwissenschaftler Knubben entscheidenden Anteil gehabt.

Knubben selbst betonte abermals, mit dem Vineum sei "ein Weinmuseum des neuen Typs" entstanden. Dafür stünden heute Häuser, die, statt des früheren Sammelsuriums alter Gerätschaften, spannend, sinnlich, informativ und inspirativ seien und "das Lokale mit dem Globalen verbinden." Doch, so Knubben, "die Geschichte des Weinbaus am Bodensee ist noch gar nicht geschrieben." Einen Anfang machen könnte da eine Publikation zum Vineum, die, so kündigte Brütsch an, im Herbst erscheinen soll.

Neben der Dauerpräsentation sollen das Vineum Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen beleben. Einen Vorgeschmack gaben die Sopranistin Elisabeth Wimmer, der Sänger und Schauspieler Tobias Schormann und Pianist Sebastian Ludwig, die ihr Publikum bei mehreren Auftritten glänzend unterhielten. Um die jüngsten Besucher kümmerten sich die Stadtbücherei mit Vorlese- und Erzählgeschichten sowie der Familientreff Meersburg.

 

Vineum Bodensee

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr. Ab November 2016: Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 5,50 Euro, ermäßigt: 3 Euro, Gruppen: 4,50 Euro pro Person (ab 10 Personen)

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