Meersburg Partner für das Berufsleben

Meersburger Konzept Informationssysteme GmbH und Droste-Hülshoff-Gymnasium arbeiten zusammen. Auftaktveranstaltung mit Blick hinter die Kulissen der Automatisierungstechnik

„Non scholae, sed vitae discimus – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Was der römische Philosoph Seneca einst gesagt hat, ist zwar weise, ist Schülern aber seit altersher nicht einfach zu vermitteln. Da will die Bildungspartnerschaft nachhelfen, die das Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG) und das Meersburger Unternehmen Konzept Informationssysteme jetzt eingegangen sind.
Bei der Auftaktveranstaltung konnten die Schüler hinter die Kulissen des auf dem Gebiet der Softwareentwicklung für die Automatisierungstechnik tätigen Unternehmens blicken. Dabei erfuhren sie aus erster Hand, was alles hinter dem neuesten Entwicklungsprojekt, einem mobilen Satellitenempfänger, steckt.
„Wozu brauch ich das im Leben?“ Diese Frage bekomme er häufig von Schülern gestellt, sagte Heinz Scholten, der stellvertretende Schulleiter am Droste-Hülshoff-Gymnasium. Antworten wie „Das braucht ihr später einmal“ seien für Schüler nicht unbedingt überzeugend. Da könne eine Bildungspartnerschaft viel mehr leisten. „Damit wollen wir eine Brücke bauen zwischen schulischer Ausbildung und dem, was im Leben, sprich im Berufsleben, gebraucht wird“, erklärte der Pädagoge.
Heinz Grötzinger, einer der drei Geschäftsführer und Gesellschafter, die das Unternehmen Konzept Informationssysteme 1994 gegründet haben, begrüßte diese Bildungspartnerschaft.

Es sei wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, vor ihrer Berufswahl in verschiedene Bereiche hineinschnuppern zu können, um die eigenen Stärken herausfinden zu können, betonte er. Zudem habe er zuvor das Leitbild des Droste-Hülshoff-Gymnasiums gelesen und dabei Ähnlichkeiten zur Philosophie der Konzept Informationssysteme GmbH entdeckt. Unter anderem, dass der Mensch im Mittelpunkt zu stehen habe. Auch in seinem Unternehmen mit 130 Mitarbeitern mit überwiegend akademischen Berufen werde von niemandem erwartet, dass er von Anfang an perfekt sei. Jeder müsse sich entwickeln können. Auf zwei Kernwerte hob Grötzinger besonders ab: auf Vertrauen und auf Verantwortung.
Dass man auch mit einem Universitätsabschluss und einer Promotion noch nicht ausgelernt hat, konnten die Gymnasiasten heraushören, als ihnen der Software-Entwicklungsingenieur Mario Kaip den Entwicklungsprozess des noch nicht ganz fertigen mobilen Satellitenempfängers erläuterte. Auch er habe sich da im Internet auf Spezialgebieten neues Wissen zusammentragen müssen. Der mobile Satellitenempfänger erfordert ein sehr komplexes Software-System. Er soll es möglich machen, dass sich der Satellitenempfänger auf fahrenden Schiffen oder Wohnmobilen im Bruchteil von Sekunden immer automatisch auf einen Satelliten ausrichtet, um beispielsweise Fernsehen empfangen zu können.
So etwas stieß bei den Schülern des Meersburger Droste-Hülshoff-Gymnasiums auf besonderes Interesse. Denn auf diesem Gebiet sind sie nicht ganz unbedarft. Sie haben einen Roboter mitgebracht und vorgestellt, den sie in einer Arbeitsgemeinschaft entwickelt und gebaut haben. Ein Wunderwerk von der Größe eines Spielzeugautos, das beispielsweise in der Lage ist, eine brennende Kerze ausfindig zu machen und sie auszublasen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Historische Momente
Neu aus diesem Ressort
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren