Meersburg Hausmeisterin Christine Schenkirsch geht nach 25 Jahren in den Ruhestand

Im Rahmen des Pfarrfests hat sich die katholische Kirchengemeinde von Christine Schenkirsch verabschiedet. Pfarrer Matthias Schneider und das Gemeindeteam dankten für das große Engagement der langjährigen Hausmeisterin. Barbara Wieland-Zantis tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge an.

25 Jahre war Christine Schenkirsch der "gute Geist" des Pfarrzentrums Sankt Urban, im Rahmen des katholischen Pfarrfests wurde die langjährige Hausmeisterin nun verabschiedet. Zahlreiche Gratulanten fanden sich ein, um sich persönlich zu verabschieden und ihr mit Geschenken zu danken.

Pfarrer Matthias Schneider würdigte die Tätigkeit der der Hausmeisterin mit dem Lobgedicht "Lob der tüchtigen Frau" aus dem Alten Testament. Obwohl dieses schon vor 2300 Jahren geschrieben worden sei, würde das auch auf Schenkirsch passen, meinte der Pfarrer. Aber auch die Kultserie "Die Hausmeisterin" aus dem Fernsehen, könnte genauso gut statt in München in Meersburg spielen, scherzte Schneider weiter. "Schnell und präzise" habe Christine Schenkirsch ihre Arbeiten erledigt und sei vom morgens bis abends erreichbar gewesen. Sie habe sich auch nicht "aus der Contenance" bringen lassen, wenn vereinbarte Termine ohne Absage ausfielen oder es vergessen wurde, eine Veranstaltung vorher bei ihr anzukündigen, plauderte Schneider aus dem teilweise chaotischen Alltag. "Sie ist das Gesicht des Pfarrzentrums" sagte er, die Aussage "Nicht verzagen, Schenkirsch fragen" sei ein geflügeltes Wort geworden. Sie habe den Pastoralreferenten im Büro geholfen, seit sieben Jahren das Waschen der Kirchenwäsche übernommen und bei Engpässen auch mal die eigene Gefriertruhe oder ihren Herd zur Verfügung gestellt.

Auch Anita Schmid, Sprecherin des Gemeindeteams, war voll des Lobes für die Arbeit der in den Ruhestand Gehenden. "Fasziniert", sei Schmid von der Ordnung und der Sauberkeit gewesen, die Schenkirsch immer hielt. Ihr "breites Aufgabenfeld" habe ebenfalls die Pflege der Pflanzen, die Verpflegung und das Dekorieren umfasst. Zum Abschied überreichten Schmidt und Schneider eine Weinrebe im Pflanzkübel. Diese sei zum einen ein Herzenswunsch Schenkirschs für den Balkon der neuen Wohnung gewesen, zum anderen diene sie als Erinnerung, denn schließlich sei Sankt Urban ja der Schutzpatron der Reben, schmunzelte Schneider.

Der Kirchenchor brachte ein Ständchen mit umgetexteten Liedern Bild: Lorna Komm
Der Kirchenchor brachte ein Ständchen mit umgetexteten Liedern Bild: Lorna Komm

Schenkirsch freut sich, nach so langer Zeit darauf das "Freisein zu genießen". Man sei doch sehr gebunden gewesen, sagte sie. Ihr Abschied in den Ruhestand sei rein zufällig auf das 25-jährige Jubiläum gefallen.

Ein Ständchen der besonderen Art hatte der Kirchenchor zum Abschied vorbereitet. Antje Kollscher, die den Chor auch am Klavier begleitete, hatte die Texte bekannter Lieder umgeschrieben und die flotten Melodien dem Wirken "des guten Geistes" gewidmet. "Geistvoll" waren auch die Pfarrhausliköre, die Maria Wahl seit vier Jahren zugunsten der Modernisierung der Barockkrippe anbietet. Sieben verschiedene Liköre hatte sie im Angebot. Darunter Quitte, Zitrone oder Himbeere. Wenn möglich verarbeitet sie dazu das Obst aus dem Pfarrgarten. Nach dem gemütlichen Kaffeenachmittag ging das Pfarrfest mit einer Lichterfeier in der Pfarrkirche und anschließenden geselligen Beisammensein auf dem Kirchplatz zu Ende.

 

Die Nachfolgerin

Barbara Wieland-Zantis beginnt zum Jahreswechsel den Dienst. Sie ist mit ihrer Familie bereits von Stetten in die Hausmeisterwohnung im Pfarrzentrum eingezogen. Ihre beiden erwachsenen Söhne sind nicht mit dabei, dafür aber ihr Mann und die 13-jährige Tochter, die auch als Ministrantin dient. Wieland-Zantis freut sich auf die "spannende, abwechslungsreiche" Tätigkeit. (lko)

 

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