Meersburg Glanzpunkte-Aktion belebt die Meersburger Altstadt

Meersburger Geschäftsfrauen haben erneut einen Abend speziell für Einheimische konzipiert: den "Glanzpunkte"-Abend. Die Veranstaltung stieß auf begeisterte Resonanz.

Vier kreative Meersburger Geschäftsfrauen haben zum "Glanzpunkte"-Abend eingeladen. Angela Messerle ("Zierat"), Sybille Eberhard ("Wohnfühlung"), Freia Scheerer ("Gold und Form") und Roxana Pop ("Café Pop") organisieren seit fünf Jahren ein ganz besonderes Einkaufserlebnis in der Burgenstadt. "Wir möchten Meersburg auch im Winter attraktiv machen und veranstalten diesen Abend speziell für die Einheimischen", sagt Messerle. "Gerade in der Vorweihnachtszeit besticht die Altstadt mit ihrem stillen Charme. Die Touristenströme sind verebbt, Meersburg gehört wieder den Meersburgern."

Die Aktion kam – wie schon in den vergangenen Jahren – bestens an. Am frühen Abend schlenderten viele kleine Grüppchen die Steigstraße hinab und wieder herauf. Zwischen den vier teilnehmenden Geschäften wiesen Windlichter und aufs Straßenpflaster geklebte Sterne den Weg. Während Raumausstattermeisterin Sybille Eberhard bei leiser Hintergrundmusik und Kerzenschein zum Kuschelkissen-Knusper-Kerzen-Erlebnis mit Secco und weihnachtlichem Gebäck lud, gab es bei Wohnzubehör "Zierat" heißen Punsch und Waffeln am Stiel. Diese ließen sich die beiden Meersburgerinnen Rhea Wochner und Silvia Fritzler bei einem gemütlichen Plausch inmitten der weihnachtlichen Arrangements nur zu gerne schmecken.

Anke Rosenstiel aus Meersburg macht es sich mit einem Glas Secco zwischen den Kuschelkissen der Raumausstattermeisterin Sybille Eberhard bequem.
Anke Rosenstiel aus Meersburg macht es sich mit einem Glas Secco zwischen den Kuschelkissen der Raumausstattermeisterin Sybille Eberhard bequem. | Bild: Manuela Klaas

Den Weg zu "Zierat" fand auch Michaela Bucher aus Friedrichshafen, die hier zum ersten Mal von der Raumausstattung "Wohnfühlung" hörte: "Ich finde es spannend, dass man die einzelnen Läden entdeckt, indem man den Sternen folgt. Der Glanzpunkte-Abend führt mich zu Geschäften, die ich zuvor noch nicht kannte." Das bestätigt auch Messerle: "Bei einem solchen Event schauen bei uns immer wieder auch Stammkunden der anderen drei teilnehmenden Geschäfte vorbei."

Roxana Pop zeigt Sara Begger sowie Jule und Britta Hoffmann (von links) im "Café Pop", was sich alles aus Kaffeeverpackungen herstellen lässt.
Roxana Pop zeigt Sara Begger sowie Jule und Britta Hoffmann (von links) im "Café Pop", was sich alles aus Kaffeeverpackungen herstellen lässt. | Bild: Manuela Klaas

Im "Café Pop" in der Kirchstraße konnten unter Anleitung leere Kaffeeverpackungen recycelt und zu Einkaufstaschen oder Weinkühlern weiterverarbeitet werden. Nebenbei erfuhren die Besucher von Roxana Pop, dass das Abfallprodukt Kaffeesatz zur Energiegewinnung verwendet wird. Ein Londoner Unternehmen verarbeitet den Satz zu Bio-Kraftstoffen und Pellets. Mit ersteren sollen Busse und Autos betrieben werden, die Pellets lassen sich in Heizungen und Öfen verfeuern.

Nur wenige Schritte – und Sterne – entfernt vom "Café Pop" konnte man sich in der Goldschmiede "Gold und Form" ebenfalls künstlerisch betätigen und mit Acrylfarben ein Gemeinschafts-Mandala erstellen. "Diverse Mandala-Entwürfe dienten mir bereits als Inspiration für meine Kollektionen", berichtet Inhaberin Freia Scheerer, während sie interessierten Kunden Armbänder und Ketten mit geometrischen Ornamenten zeigt. "Es sollte mehr solcher Events geben", sagt Studentin Smilla Schülke am Ende des Abends. "Es wäre schon traurig, wenn Meersburg den Winter über komplett in den Winterschlaf verfiele."

 

Meersburg im Winter

Im Winter wirkt die Meersburger Altstadt wie ausgestorben, viele Geschäfte und Restaurants schließen ihre Türen bis zum Frühjahr. "Das Leben spielt sich höchstens noch in der Oberstadt ab, die Steigstraße erscheint dann wie tot", bestätigt Angela Messerle, eine der Organisatorinnen des Glanzpunkte-Abends. "Auch ich schließe im Januar und Februar, es lohnt sich einfach nicht, da zu wenige Menschen unterwegs sind." Im November und Dezember verwandelt Messerle ihr Geschäft in einen Weihnachtsladen mit ausgefallenen Dekorationen. Auch die Floristikabteilung des "Zierats" ist vor Weihnachten gefragt. Das ändert sich nach den Feiertagen schlagartig. Sybille Eberhard hingegen öffnet ihr Raumausstattergeschäft das ganze Jahr über. "Mein Betrieb funktioniert eher azyklisch", sagt Eberhard. "Über die Wintermonate läuft bei mir das Hauptgeschäft." Neben der "Wohnfühlung" gibt es aber noch eine Reihe weiterer kleiner Geschäfte, die den Winter über geöffnet haben. Dazu zählen neben der Goldschmiede "Gold und Form" und dem "Café Pop" auch der Second-Hand-Shop "Blickfang" am Schlossplatz, "Omas Kaufhaus" in der Kirchstraße, der "Rittermarkt" neben der Burg, die "Buchhandlung Kuhn" in der Steigstraße, "Mode von Keck" am Marktplatz, das "Spiel- und Schreibwarengeschäft Theurich" in der Daisendorfer Straße (die Filiale in der Steigstraße bleibt im Winter geschlossen), das "Blumenstüble", ebenfalls Daisendorfer Straße, sowie "Juwelier Raither" am Schlossplatz. Die "Kunststube Ulmer" am Marktplatz öffnet in den Wintermonaten nur bei gutem Wetter. (mkl)

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