Meersburg/Salem Gesundheit steht bei den Neujahrswünschen ganz oben

Was wünschen sich die Menschen für das Jahr 2018? Der SÜDKURIER hat exemplarisch fünf Bürger aus Meersburg und Salem befragt.

Oliver Klaar aus Meersburg erhofft für sich, dass es ähnlich läuft wie 2017. „Das letzte Jahr war sehr gut, sowohl im Job als auch in der Familie.“ Wenn es in Zukunft auch so bleibe, sei er zufrieden. „Die Familie soll gesund bleiben“, sagt der Vater zweier Söhne. Er hofft, dass es auch in Zukunft keine größeren Konflikte auf der Welt gibt. Manche Äußerungen ausländischer Präsidenten bereiten ihm dabei Sorgen. Weiterhin wünsche er sich Fortschritte bei der Integration von Flüchtlingen, weil er beim Familiennachzug noch Handlungsbedarf sieht. „Es kann für Minderjährige nicht gut sein, wenn sie ganz alleine in einem fremden Land sind. Familien sollen zusammen leben können.“

Sophie Gandor will 2018 mehr für die Schule tun. In zwei Jahren steht für die die 16-Jährige das Abitur an. Bilder: Lorna Komm/ Mardiros Tavit
Sophie Gandor will 2018 mehr für die Schule tun. In zwei Jahren steht für die die 16-Jährige das Abitur an. Bilder: Lorna Komm/ Mardiros Tavit

Sophie Gandor, 16-jährige Schülerin des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Meersburg, hofft, ihre Vorsätze einzuhalten: „Ich möchte mehr für die Schule tun, weil ich in zwei Jahren Abitur mache. Außerdem möchte ich meiner Mutter mehr im Haushalt helfen.“ Am liebsten würde sie nebenbei auch noch etwas Geld verdienen gehen, aber bei drei Mal Nachmittagsunterricht werde sich dieser Wunsch wohl nicht erfüllen lassen, bedauert sie. Für ihre Familie wünscht sie sich Gesundheit, insbesondere auch für ihre Großeltern. „Global erhoffe ich mir Weltfrieden und dass die Politik endlich mehr gegen die Massentierhaltung tut. Damit die Tiere nicht gequält werden und sie gesund und artgerecht aufgezogen werden.“

Lars Meesmann ist zufrieden. "Ändern muss sich für mich persönlich nicht viel", sagt der Ingenieur.
Lars Meesmann ist zufrieden. "Ändern muss sich für mich persönlich nicht viel", sagt der Ingenieur.

Lars Meesmann aus Meersburg wünscht sich „Gesundheit für die ganze Familie“. Außerdem hofft er, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin stabil bleibt. „Mit allem anderen kann man klar kommen.“ Die Absicherung der Familie ist für den Vater einer Tochter das Wichtigste, ansonsten sei er zufrieden. „Ändern muss sich für mich persönlich nicht viel“, sagt der Ingenieur, der beruflich viel im Ausland ist und dort schon schlechtere Verhältnisse gesehen hat. „Ich bin froh, dass wir in diesem friedlichen, sicherem Umfeld leben, wo die Kinder noch auf der Straße spielen können.“ Er erhofft sich aber, dass es „endlich klare politische Verhältnisse in der Regierung gibt, damit man weiß, woran man ist“.

Hedi Christian, politisch engagierte Grüne, wünscht sich für Deutschland bald eine stabile Regierung.
Hedi Christian, politisch engagierte Grüne, wünscht sich für Deutschland bald eine stabile Regierung.

Hedi Christian aus Salem wünscht sich für Gesundheit und Zufriedenheit. „Wenn die Zipperlein beginnen, wird das umso wichtiger“, sagt die 68-Jährige. Gesundheit und Zufriedenheit wünscht sie auch ihrer Familie, „und eigentlich der ganzen Welt“. „Gesund bleiben und die Welt genießen werden im Alter immer wichtiger.“ Die politisch engagierte Grüne wünscht für Deutschland bald eine stabile Regierung. Nachdem Jamaika gescheitert ist, kann sich Christian eine Minderheitsregierung vorstellen. „Auch Deutschland sollte das ausprobieren, was in Europa gang und gäbe ist“. Landespolitisch erwartet sie von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dass die grüne Handschrift sichtbarer wird. Lokalpolitisch möchte sie mehr Qualität in den politischen Entscheidungen. „Nicht immer mehr, sondern immer besser“, soll das Credo für die Investitionen in der Gemeinde sein. Sie erwartet transparentere und nachvollziehbarere Entscheidungen von der politischen Führung.

Suzan Hahnemann wünscht sich für 2018 mehr Achtsamkeit für sich und alle Menschen in Nah und Fern.
Suzan Hahnemann wünscht sich für 2018 mehr Achtsamkeit für sich und alle Menschen in Nah und Fern.

Suzan Hahnemann aus Salem wünscht „Dankbarkeit, dass wir an einem der schönsten, prosperierendsten und sichersten Ort der Welt leben dürfen“. Sie lebt seit zehn Jahren in Salem. „Ich habe gelernt, wie viel die kleinen Gesten bedeuten. Ein genickter Gruß, eine offene Tür, ein freundliches Wort und unbürokratisch helfende Hände.“ Aus diesen Erfahrungen heraus wünscht sie sich mehr Achtsamkeit für sich und alle Menschen. „Der Welt wünsche ich weniger Neid und Gier, vor allem weniger Angst, dafür mehr Neugier, Mut und Toleranz.“ Die freiberufliche Lektorin wünscht für Deutschland weniger Bürokratie, mehr Augenmaß und weniger Schubladendenken. „Echte Gleichberechtigung und mehr Anerkennung für unbezahlte Arbeit, sei es bei Feuerwehr, Kindererziehung oder Pflege.“ Und noch ein Anliegen hat die alleinerziehende Mutter zweier Töchter: „Die Lohnsteuerklasse zwei für Alleinerziehende.“

Ihre Meinung ist uns wichtig
Zum Valentinstag ❤ Geschenke mit Herz ❤
Neu aus diesem Ressort
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Meersburg
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren