Meersburg Droste-Hülshoff-Gymnasium setzt Projekt zur artgerechten Tierhaltung um

Klasse 5 b ging dem Thema Nutztiere über ein viertel Jahr lang auf den Grund. Die Gymnasisasten engagieren sich für den Verein "ProVieh".

"Die 5b setzt sich für Nutztiere ein“ – Unter diesem Slogan auf einem großen Transparent setzte die Klasse 5 b des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Meersburg jetzt in der Aula der Schule einen beeindruckenden Schlusspunkt unter ihr Projekt für artgerechte Tierhaltung. Bereits vor Weihnachten hatte das Projekt begonnen – ausgehend vom Biologieunterricht bei Lehrerin Andrea Kurz, erläutert Hans Rainer Beck, Lehrer für Deutsch und Geschichte und beschreibt die Entstehung: "Nachdem im Unterricht im Rahmen des Themas Säugetieren der Aspekt Freilandhaltung von Tieren gegenüber intensiver Nutztierhaltung besonders in den Blick genommen worden war, entschloss sich die Klasse, der Thematik einerseits tiefer auf den Grund zu gehen und sich andererseits für artgerechtet Nutztierhaltung einzusetzen."

Schon vor Weihnachten sei die Klasse – gar am ersten Ferientag – auf dem Meersburger Wochenmarkt präsent gewesen mit einem Stand, schreibt Beck weiter, an dem mittels selbst erstellter Plakate und Flyer informiert wurde, wie eine artgerechte Tierhaltung aussehen sollte. Zugleich sei mittels Waffelverkauf Geld erwirtschaftet worden zur Unterstützung des Vereins "ProVieh", der sich seit 1973 bundesweit erfolgreich für artgerechte Nutztierhaltung einsetze, erläutert Beck weiter. Auch zahlreiche verschiedene Informationsmaterialien des Vereins, von Aufklebern und Faltblättern bis hin zu ausführlicheren Broschüren, kamen zum Einsatz. Die Schülerinnen und Schüler der 5b standen dabei nicht nur hinter ihrem Stand, sondern starteten obendrein noch eine Umfrage unter Marktbesuchern, was sie über Aspekte der Nutztierhaltung wissen und ob sie beispielsweise bereit wären, für Eier, Fleisch, Milch und andere tierische Lebensmittel mehr zu bezahlen, wenn die Produkte aus artgerechter Tierhaltung entstammten. Wie Lia und Angelina aus der 5b berichten, sei eine Mehrheit der Befragten dazu bereit. Auch Metzgereien auf dem Markt und im Ort wurden über die Herkunft ihrer Ware befragt und Tipps, wo man Produkte aus artgerechter Tierhaltung in der Region kaufen kann, in den Flyer aufgenommen.

Die Projektarbeit fand nicht nur im Unterricht statt, sondern wurde bereichert mit einer Exkursion auf den Zieglerhof bei Salem, wo artgerechte Tierhaltung betrieben wird. Zum Abschlusstag gab es jetzt auch Eindrücke von der Exkursion in Form einer Fotopräsentation. Den Film, den die Klasse von ihrem Besuch auf dem Bauernhof ebenfalls erstellt hatten, so Beck weiter, gebe es zunächst mal im Unterricht bei Lehrerin Andrea Kurz zu sehen. "Ideen zur weiteren Nutzung dieses eindrucksvollen Films gibt es schon zahlreiche." Wie Eric aus der 5b berichtet, halte der Zieglerhof Kühe, Schwein und Hühner. Alle drei Schüler betonten als für sie zentralen Unterschied zwischen intensiver und artgerechter Tierhaltung, dass die Tiere bei artgerechter Haltung, beispielsweise auf dem Zieglerhof, ausreichend Platz hätten, und so zum Beispiel weniger krank würden, und überhaupt „auf ihre Weise“ leben könnten, „nach ihrer Natur“.

Zum Projektende gab es an der Schule jetzt neben der Vielzahl an Informationen eine Verköstigung mit Mohnschnecken, Muffins, Blätterteigschnecken und belegten Brötchen mit Käse und Gurken. Alles, so das Hinweisschild, mit „Zutaten aus artgerechter Tierhaltung“. Der Erlös geht ebenfalls als Spende an ProVieh. "Mit außergewöhnlicher Energie und Engagement hat die 5 b über ein viertel Jahr lang ein beeindruckendes Projekt verfolgt und zum Abschluss gebracht. Hut ab!" – lobt Hans Rainer Beck aus Lehrersicht die Arbeit der Klasse.

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