Meersburg Dreiviertel Million Euro für ein kleines Meersburger Sträßchen

Den Lindenweg herzurichen kostete gut eine dreiviertel Million Euro, das sind rund 56 000 Euro mehr als ursprünglich geplant

Die Erschließung des Lindenwegs hat unterm Strich 756 604 Euro gekostet. Dirk Langebach vom planenden Ingenieurbüro Langenbach stellte die Kostenfeststellung im Gemeinderat vor. Der Kostenanschlag ist um 56 203 Euro und damit um acht Prozent überschritten worden. Die Steigerung sei zusätzlichen Maßnahmen geschuldet, etwa bei der Kanalisation, der Breitbandverkabelung und den Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Wasserleitungen, teilte das Bauamt mit.

Langenbach detaillierte, so habe man etwa die Gehwege etwas großzügiger gemacht. Auch sei bei den Kanalarbeiten unverhofft eine Drainageleitung aufgetaucht, die man wieder an den Kanal habe anschließen müssen, und bei der DSL-Kabelverlegung habe man mehr Lehrrohre als ursprünglich vorgesehen, eingebracht. Auch habe man kontaminiertes Material, "belasteten Teer", entsorgen müssen.

Boris Mattes (SPD) äußerte sich insgesamt "zufrieden, wie's gelaufen ist", auch in punkto Kosten. Markus Waibel (FW) sprach ebenfalls von einer "gelungenen Maßnahme", hätte aber gerne die einzelnen Gewerke inklusive Nebenkosten "transparenter ausgewiesen gesehen." Christian Herter (Umbo) dankte den "geduldigen Anwohner". Michael Gilowsky (Umbo) fand die Maßnahme "okay", betonte aber: "Das ist eine Dreiviertelmillion für ein kleines Sträßchen."

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