Meersburg Bewegendes Abschiedskonzert für Musiklehrer Breinlinger

Mit einem bewegenden Abschiedskonzert haben Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Musiklehrer Gerhard Breinlinger verabschiedet. Er geht zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand.

Nicht enden wollender Applaus begleitete das Schulkonzert des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in der vollbesetzten katholischen Pfarrkirche. Gut die Hälfte des Konzerts war Musiklehrer Gerhard Breinlinger gewidmet, der am Ende des Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet wird.

Christian Miebach, ehemaliger Schüler Breinlingers und heute Darsteller am Theater des Westens in Berlin, flog extra aus der Hauptstadt ein, um seinen Wegbereiter mit einer Hommage aus Musical, Operette und einem Klassiker der Rockmusik, John Miles „Music“, zu überraschen. Ausdrucksstark und mit feiner Koloratur gelang es Miebach, dass nicht nur Gerhard Breinlinger ergriffen den Soli seines ehemaligen Schülers lauschte. Auch das Publikum konnte sich der ungemein starken Präsenz des jungen Talents nicht entziehen. Zusammen mit Orchester und Schulchor intonierten Miebach und Orchesterleiter Matthias Klemm Abbas „Thank you for the music“. Als riesiges Dankeschön an den scheidenden Musiklehrer hielten die Mitglieder des Schulchores bunte Buchstaben hoch, die zusammengesetzt „Thank you for the music, Hr. Breinlinger“ ergaben.

„Überwältigt“ zeigte sich Gerhard Breinlinger: „Ich habe ein bisschen was geahnt; ein nettes, kleines Abschiedslied vielleicht. Aber dass das Ganze solche Dimensionen annimmt, daran habe ich keine Sekunde gedacht. Es ist für mich eine Riesenfreude.“

Im Gegensatz zum aufgelockerten zweiten Teil des Konzerts erwartete das Publikum zu Beginn mit Georg Philipp Telemanns „Konzert D-Dur für vier Violinen – eingerichtet für Posaunenquartett“ ein Ausflug in die Zeit des Barocks. Mit diesem Stück, das die Zuhörer ebenfalls mit frenetischem Applaus belohnten, treten die vier Posaunisten Philipp Dietrich, Yannik Hoffmann, Johannes Markhart und Florian Mörle demnächst beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ an.

Im Zentrum des geistlichen Programms stand jedoch das „Magnificat“ von John Rutter, eines der wichtigsten Lobgebete der christlichen Kirche und musikalisch höchst anspruchsvoll. Im zur Aufführung gebrachten ersten Satz malen die einsetzenden Instrumente die Freude aus. Die Streicher fungieren als obligate Concerto-Gruppe. Glockenhell und mehrstimmig erklang der Chor zuvor beim israelischem Friedenslied „Hevenu shalom alejchem“, das die Schüler mit einem Aufstampfen des Fußes beendeten. In „Élégie“ von Gabriel Fauré brillierte Antonia Romer auf dem Violincello. Die Schülerin entlockte ihrem Streichinstrument einen raumfüllenden Klang mit stets wohldosiertem Vibrato sowie perfekter Griff- und Bogentechnik.

In „You raise me up“ von Rolf Lovland und Brendan Graham präsentierten die Tänzerinnen Linda Kikaj, Greta Protsch und Noemi Schweizer im Mittelschiff der Kirche eine selbst einstudierte Choreografie.

Geistliche Musik, Musical, Popmusik – extremer konnten die Konzertvorgaben nicht sein. Die Fachschaft Musik des DHG verstand es dennoch, die unterschiedlichen Stile unter einen Hut zu bringen. Ein Abend, der nicht nur Gerhard Breinlinger als unvergessliches Konzerterlebnis in Erinnerung bleiben wird.

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