Meckenbeuren Großer Andrang beim Warentauschtag in Kehlen

Beim siebten Warentauschtag in Kehlen wurde am Samstag erneut Ausgedientes zum begehrten Schnäppchen. Der Nabu Eriskirch-Meckenbeuren zählte mehr als 600 Besucher.

Der Warentauschtag in Kehlen ist mittlerweile zu einem festen Termin für viele Einwohner der Schussengemeinde und Menschen aus der Umgebung geworden. Und das ist auch gut so, findet Norbert Schupp, Sprecher des Veranstalters Naturschutzbund (Nabu) Eriskirch-Meckenbeuren. "Die Leute können sich darauf einrichten, dass es diesen Termin einmal im Jahr gibt, können ihre Sachen entsprechend sammeln und schmeißen nichts mehr weg", erklärt er. Denn das ist das ebenso einfache wie geniale Prinzip der Aktion: Was für den einen wertlos, kann für den anderen durchaus noch von Nutzen sein. Es wird nicht weggeschmissen, muss nicht neu produziert werden, sondern bleibt in der Verwertungskette. Zum siebten Mal fand nun der Warentauschtag in dem Zeltanbau der Karl-Brugger-Halle statt. Organisiert wurde die Aktion wie in den Jahren zuvor vom Nabu Eriskirch-Meckenbeuren in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21, die damit ein Zeichen für Klimaschutz, Schonung der Rohstoffe und Abfallvermeidung setzen wollen.

Dichtes Gedränge herrschte am Samstagmorgen bereits vor dem offiziellen Start. Wäschekörbeweise brachten Menschen altes Geschirr, Bilder, Küchengeräte, Bücher, Kinderspielzeug, Taschen und vieles mehr. Viele schafften es gar nicht erst bis zu einem der insgesamt 25 Nabu-Helfer, die die Sachen am Einlass auf verbotene Gegenstände wie Kriegsspielzeug oder defekte Geräte kontrollierten, sondern wurden bereits auf dem Parkplatz von Schnäppchenjägern abgefangen. Dies sorgte bei einigen Besuchern für Unmut. Damit sich das Geschehen nicht gänzlich auf den Parkplatz verlagerte, mussten die Ordner helfend eingreifen.

"Hier war heute Morgen schon die Hölle los. Der Ansturm war dieses Jahr noch stärker. Es waren auch viele Migranten dabei, die sich eingedeckt haben", freut sich Norbert Schupp über die Aktion, die er von Anfang an mit betreut. "Uns ist es wichtig, dass die Sachen im Verkehr bleiben. Dass etwa bei einer Haushaltsauflösung nach einem Todesfall nicht alles auf dem Müll landet."

Schupp hat beobachtet, dass es für viele Menschen zudem ein schönes Gefühl sei, zu wissen, dass sie mit ihren alten Sachen jemand anderem noch eine Freude bereiten können. Das hat der Spender eines pinken Puppenhauses auf jeden Fall erreicht. Denn die vier kleinen Mädchen, die das Prachtstück ergattert haben, konnten es nicht abwarten und fingen völlig selbstvergessen gleich auf dem Parkplatz mit dem Spielen an.

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