Markdorf W-Lan-Qualität? So gut surft es sich in Markdorf

SÜDKURIER-Check: Wo sind die besten W-Lan-Hotspots in der Stadt am Gehrenberg?

Das Smartphone, ein kleiner technischer Tausendsassa, der mit seinen Apps den Alltag gehörig auf den Kopf gestellt hat. Wo ist der nächste Geldautomat? Hat die Boutique am Mittwochnachmittag geöffnet? Oder mal eben einen Schnappschuss von sich im Café in die Sozialen-Netzwerke hochladen. Alles ist möglich und das ist heute für die Menschen Alltag und selbstverständlich. Damit das auch alles reibungslos funktioniert, braucht es ein leistungsfähiges mobiles Internet. Die allermeisten Menschen verlassen sich dabei auf ihren Handyvertrag und ihre Daten-Flatrates.

Aber gerade die Netzabdeckung des mobilen Internets schwankt in Markdorf und der Bodenseeregion stark in seiner Qualität. Aus diesem Grund erfreuen sich öffentliche W-Lan-Zugänge immer größerer Beliebtheit. In vielen Städten gibt es mittlerweile solche offenen Hotspots, die einen kostenlosen Zugang ins Internet erlauben. Seit April 2015 auch in Markdorf. Das Netzwerk heißt „Free-Key Markdorf“ und man kann nach einer kurzen Registrierung bis zu drei Stunden im Internet surfen. Einen etwas anderen Weg beschreitet die Initiative „Freifunk Bodensee“, die ein dezentrales, unabhängiges Bürgernetz in der Bodenseeregion aufbauen möchte. Keine Zeitlimits, keine Datenbeschränkungen sollen den Zugang zum Internet hemmen. Jeder soll sich kostenlos über W-Lan verbinden können, ohne Passwort, ohne Registrierung. Die Idee stammt von Lilian Roller, einem 20-jährigen IT-Experten aus Friedrichshafen.

Aktuell gibt es fünf Zugangsknoten in Markdorf, unter anderem in der Marktstraße, wobei die Initiative hofft, auch hier weiter zu wachsen. Daneben betreiben auch die großen Internetanbieter den Aufbau von netzeigenen Hotspots. Hierbei ist natürlich klar, dass diese in erster Linie ausschließlich ihren Kunden offen stehen sollen. So wirbt etwa Unitymedia mit „Public Wifispots“, die es ermöglichen sollen, kostenlos mobil an über 1000 Wifispots zu surfen. Kostenlos aber nur für diejenigen, die Unitiymedia Kunden sind und erlauben, ihre Router dafür zu benutzen. Entsprechend dünn ist das Angebot in der Stadt. Lediglich am Obertor und am Bahnhof verzeichnet die W-Lan-Suche Treffer. Nicht anders sieht es bei den Mitbewerbern aus. Vodafone, O2 und Telekom werben ebenfalls mit öffentlichen Hotspots, aber auch sie scheinen bis jetzt in der Gehrenbergstadt noch nicht richtig angekommen zu sein.

Lediglich die Telekom kann in Markdorf mit zwei Hotspots am Marktplatz und am Bahnhof aufwarten. Zusammengefasst hat man im Zentrum der Stadt, von der Sparkasse bis zum Marktplatz, mit dem „Free-Key Markdorf“ einen soliden öffentlichen Zugang, der es erlaubt, ohne größere Schwierigkeiten zu chatten und zu surfen. Für Hans-Peter Gräfle jedenfalls war es ein Glücksfall, den „Free-Key Markdorf“-Zugang gefunden zu haben. Der Geschäftsmann aus Stockach befand sich auf der Rückreise von Bregenz und musste feststellen, dass sein Handy sich nicht mehr aus dem österreichischen Netz zurückmeldete. „Das ist wirklich toll mit dem gratis W-Lan hier, so konnte ich ohne Weiteres nach dem Problem googeln und es selbstständig beheben. Super“, sagte er.

 

1 Sparkasse

Hotspot: An diesem Standort findet das Smartphone nur einen öffentlichen Zugang, das „Free-Key Markdorf“.

Verbindung: Die Verbindung ist gut und solide. Das Versenden von Whatsapp-Nachrichten, anschauen von kurzen Videos bei Facebook oder Youtube und das Hochladen von Schnappschüssen funktioniert problemlos. Reichweite ist in Ordnung. Ab Mangoldstraße kein Empfang mehr.

Fazit: Schnelle Anmeldung, gute Reichweite und Geschwindigkeit.

 

2 Proma

Hotspot: Hier gibt es lediglich einen Zugang, der „SimplyGast“ heißt und ohne Anmeldung funktioniert. Zu wem der Hotspot gehört, kann nicht in Erfahrung gebracht werden.

Verbindung: Whatsapp, Facebook und eine Google-Bildersuche klappen ohne große Schwierigkeiten. Der Aufbau der Suchergebnisse dauert etwas länger, als man es von zu Hause gewohnt ist, aber das ist durchaus in Ordnung.

Fazit: Sehr gutes Angebot, keine Anmeldung und gute Geschwindigkeit.

 

3 Latscheplatz

Hotspot: Obwohl der Standort so zentral liegt, gibt es hier nur einen Treffer, das „Free-Key Markdorf“.

Verbindung: Hier braucht es ganze vier Versuche, um sich einloggen zu können, geht aber dann problemlos. Dies kann eventuell an einer hohen Nutzerzahl liegen, die sich zur Mittagszeit eingeloggt hat. Das Senden und Empfangen von Nachrichten und Bildern stellt keine Schwierigkeit dar.

Fazit: Einloggen etwas problematisch, aber Geschwindigkeit gut.

 

4 Marktstraße

Hotspot: Hier gibt es tatsächlich ganze zwei Treffer: „Free-Key Markdorf“ und „Freifunk Markdorf“.

Verbindung: Beide Zugänge bieten eine gute bis sehr gute Verbindung. Das Einloggen bei „Freifunk Markdorf“ geht am einfachsten. Einfach anklicken und fertig. Ganz im Sinne der Bürgernetz-Idee. Wer entspannt in der Marktstraße bei einem Kaffee oder Eis im Internet surfen möchte, findet hier beste Bedingungen.

Fazit: Sehr gutes Angebot und gute Geschwindigkeiten.

 

5 Obertor

Hotspot: Ein Treffer für „Free-Key Markdorf“ und einen Unitymedia Wifispot versprechen Gutes.

Verbindung: Der Empfang für "Free-Key Markdorf“ ist sehr schwankend und ein Einloggen ist nicht möglich. Nur genau vor dem Zunfthaus erscheint es in der Trefferliste, zwei Meter weiter schon nicht mehr. Der Unitymedia Wifispot ist nur mit Kundenzugang möglich und daher keine Alternative.

Fazit: Kein freies Internet am Obertor zu empfangen.

 

6 Marktplatz

Hotspot: „Free-Key Markdorf“ und ein Telekom-Hotspot.

Verbindung: Der städtische Zugang macht auch hier keine Probleme, anstandslos kann man sich einloggen und bei guter Verbindung sich durch das Internet bewegen. Der Telekom-Hotspot ist dagegen sehr aufwendig und nur für Kunden gratis. Alle anderen können zwischen Tages- und Wochenkontingenten auswählen, die zwischen zwei und fünf Euro liegen.

Fazit: Gute Verbindung mit „Free-Key Markdorf“.

 

7 Ravensburger Str.

Hotspot: Hier sieht es ziemlich düster in Sachen Gratis-W-Lan aus.

Verbindung: Es gibt zwar zahlreiche W-Lan-Netzwerke, jedoch ist davon kein einziges öffentlich zugänglich. Immerhin befindet man sich hier einem Gewerbegebiet mit Einzelhandel und Gastronomie. Da sollte man als Kunde eigentlich meinen, den einen und anderen öffentlich zugänglichen Hotspot vorfinden zu können.

Fazit: Schlecht. Hier ist gibt es keine freien Zugänge.

 

8 Bahnhof

Hotspot: Hier gibt es einen Unitymedia Wifispot und einen Telekom-Hotspot.

Verbindung: Also nur registrierte Kunden können sich über das W-Lan einloggen. Auch die Bürgerstuben bieten einen W-Lan-Zugang an, der jedoch ist nur für die Übernachtungsgäste und ganz treue Stammkunden gedacht, erläutert Inhaber Jürgen Keller. Seiner Ansicht nach ist die Nachfrage in diesem Teil der Stadt wohl nicht so groß.

Fazit: Schlecht. An einem Bahnhof sollte es freies W-Lan geben.

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