Markdorf Ultraschallgerät für Rumänien: Bürgerhilfsgemeinschaft Jakab sammelt wieder

Einmal im Monat ist Abgabetermin bei der Bürgerhilfsgemeinschaft Jakab. In der großen Lagerhalle von Franz-Josef Sprißler in Wirrensegel werden die Spenden gelagert.

Irma Jakab schaut auf den Verkehr. Stoßweise rollen die Lastwagen und Personenwagen vorbei. Ein Stück weiter auf der Bundesstraße stauen sich die Fahrzeuge. In Markdorf wird die Straßendecke erneuert. Deshalb fließt der Verkehr nicht hier in Wirrensegel beim Anwesen von Franz-Josef Sprißler. In dessen großer Lagerhalle darf Irma Jakab jene Hilfsgüter stapeln, die die von ihr gegründete und deshalb auch nach ihr benannte Bürgerhilfsgemeinschaft Jakab sammelt – um sie dann per Sattelschlepper regelmäßig nach Rumänien, nach Ungarn oder in die Ukraine zu bringen.

"Seit 25 Jahren dürfen wird das jetzt", erklärt Irma Jakab, "und ich bin Franz-Josef Sprißler dafür unendlich dankbar. Denn die Umstände, so schildert es die Hilfsgüter-Sammlerin, könnten kaum besser sein als hier in Wirrensegel. Weil auf dem Sprißler'schen Anwesen genug Rangierfläche ist für die mächtigen Lastwagen. Und weil die Lagerhalle direkt an der Bundesstraße liegt. Gut erreichbar für alle, die einmal im Monat Kleider, Anzüge, Spielsachen, Haushaltsgegenstände, Fahrräder, Hygiene-Artikel, Schreibmaschinen als Spende vorbeibringen. Gespendet werden auch medizinische Geräte. An diesem Freitag ist es ein Ultraschallapparat, den Wolfgang Busch und sein Praxis-Partner Karl Hiller vorbeibringen. Sie kommen aus Salem und sind deshalb vom Markdorfer Verkehrschaos nicht berührt. Im Gegensatz zu dem Mitarbeiter der Firma Haller aus Sattelbach, der mit etlichen Ballen Vorhangstoff angekündigt ist. Er steht aber im Stau.

Am letzten Annahme-Freitag vor vier Wochen "war soviel los, dass wir anschließend eine Woche gebraucht haben, um die Spenden zu sortieren", berichtet Dietmar Künzig. Er ist Vize-Vorsitzender der Dr.-Simmonffy-Stifung, einer deutsch-rumänischen Gemeinschaftsgründung, die im rumänischen Baraolt eine eigene Sozialstation betreibt. "Wir müssen uns immer mehr um Ältere kümmern", erklärt Künzig. Eine Spätfolge der Wirtschaftskrise. "Die Jungen suchen sich woanders Arbeit – niemand kümmert sich um die Senioren." Für sie sammelt die Bürgerhilfsgemeinschaft Rollatoren und Hygieneartikel.

 

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