Markdorf Trachtengruppe spendet an Verein Therapeutisches Reiten

Die Trachtengruppe Markdorf spendet 600 Euro an den Verein Therapeutisches Reiten. Die Empfänger freuen sich sehr über das Geld.

Ruhig und gelassen steht Kaltblut Hanno da und lässt sich von seinen kleinen Patienten putzen und streicheln. Während die Kinder das Pferd fertigmachen, wartet es geduldig. Hanno ist eines von drei Therapiepferden des Vereins Therapeutisches Reiten Markdorf, der seine Pferde im Reitstall Köhl in Hepbach untergebracht hat.

Seit 1979 existiert der Verein und unterstützt mit seinem Therapieangebot Menschen mit Beeinträchtigungen. Das gibt es nur selten in der Region. "Das Problem ist, dass man geeignete Pferde braucht und eine Halle mit bestimmten Voraussetzungen", erklärt Therapeutin Brigitte Gierhake. Die Therapie gliedert sich in zwei Anwendungsbereiche: die Hippotheraphie, die Gierhake auch als Krankengymnastik auf dem Pferd bezeichnet, und die heilpädagogische Förderung. Diese richtet sich vor allem an Patienten mit Entwicklungsstörungen sowie an geistig oder körperlich eingeschränkte Patienten.

Eine wichtige Rolle spielt dabei immer das Pferd. Es ist nicht nur eine Unterstützung in der Therapie, sondern wird zu einem treuen Begleiter, um den sich die kleinen wie großen Patienten kümmern und mit ihm schmusen. "Das Pferd ist ein Vermittler, der alle als gleichwertig ansieht", beschreibt es Ulrike Ziereisen, ebenfalls Therapeutin im Verein. So werden besonders die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und lernen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Finanziert wird der Verein über Mitgliedsbeiträge, Selbstkosten der Patienten, aber zu einem großen Teil auch durch Spenden. Spenden wie die der Trachtengruppe Markdorf. "Wir haben am Schmotzigen Kaffee und Kuchen, Eierlikör, Glühwein und Fasnetsküchle verkauft", erzählt Hannelore Stark. Bei diesem Verkauf auf dem Markdorfer Wochenmarkt kam so eine Summe von 600 Euro zusammen. Dieses Geld überreichte die Trachtengruppe nun dem Verein. Über die Spendenbereitschaft der Menschen freute sich Ziereisen sehr: "Das sind unsere treuen Spender." Wie ihre Kollegen engagiert sie sich ehrenamtlich. Mit der Spende des Trachtenvereins können sie sich nun weiter für ihre Patienten einsetzten. "Die Arbeit ist eine wahnsinnige Bereicherung für uns Therapeuten und die Kinder", beschreibt es Gierhake.

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