Markdorf Sparkasse Bodensee prüft noch Standort in Markdorf

Das neue Gewerbegebiet an der Bahnline ist nur eine von mehreren Optionen. Markdorf steht in Konkurrenz zu anderen Kommunen.

Nach wie vor gibt es keine Aussage der Sparkasse Bodensee dazu, ob sie sich in Markdorf mit einer Zentrale niederlassen will. Die Prüfung einer Fläche im neuen Gewerbegebiet an der Bahnlinie "ist derzeit noch am Laufen", erklärte Pressesprecher Wolfgang Aich auf Anfrage, und: "Wir sind im Zeitplan." Mehr sagt er hierzu nicht, lediglich, dass weitere mögliche Standorte geprüft würden.

Damit steht Markdorf in Konkurrenz zu anderen Kommunen, in denen die Sparkasse ihren künftigen Hauptsitz errichten könnte. Das Geldinstitut beabsichtigt, seine seit der Fusion vor 14 Jahren bestehenden Hauptstellen in Konstanz und Friedrichshafen aus wirtschaftlichen Gründen aufzulösen und an einem Standort zwischen beiden Städten zu konzentrieren. Das Unternehmen will durch die Umstrukturierung 210 Verwaltungsstellen aus Friedrichshafen und 66 aus Konstanz verlagern. Bis der Neubau steht, kommt Konstanzer Personal an der Charlottenstraße in Friedrichshafen unter. Die ersten Mitarbeiter sind mit ihren Büros bereits umgezogen, im zweiten Quartal 2018 sollen weitere folgen.

Die Prüfung der Fläche im entstehenden Gewerbegebiet an der Bahnlinie ist bereits der zweite Anlauf, um sich in der Stadt mit einer Zentrale niederzulassen. Im Sommer scheiterte das Unternehmen mit seinem Entwurf, auf dem Rathausareal ein Gebäude errichten zu wollen. Stadtverwaltung und Bürger empfanden den Entwurf als zu groß dimensioniert. Es hatte eine Nutzfläche von rund 6000 Quadratmetern und sollte etwa 300 Mitarbeitern Platz bieten. Markdorf wollte die Sparkasse nicht ziehen lassen und bot ein Grundstück nahe dem Bahnhof an. Um entgegenzukommen, passte die Kommune die Höhenfestsetzung der Gebäude an die Bedürfnisse der Sparkasse an.

In Konstanz und Friedrichshafen bleibt es spannend, an wen die Sparkasse große Teile der dortigen Gebäude zur Nutzung überlässt. Servicebereiche für Kunden sollen an beiden Standorten bestehen bleiben und modernisiert werden, schilderte Unternehmenssprecher Wolfgang Aich. Durch den Umzug der Kollegen in Konstanz werden rund 5500 Quadratmeter frei. In Friedrichshafen sind es nach Eröffnung einer neuen Zentrale etwa 15 000 Quadratmeter. Auch hierfür "haben wir bereits einige Anfragen aus verschiedenen Bereichen", erklärt Wolfgang Aich. Nachdem der Zeitplan für den Bau des Verwaltungsgebäudes noch nicht stehe, sei es allerdings noch zu früh, um konkret zu verhandeln. In Konstanz ist die Sparkasse in einem historischen Gebäude in bester Lage untergebracht. Sobald die Umzüge erfolgt seien, wohl im zweiten Quartal 2018, "können die baulichen Veränderungen für die Nachnutzung beginnen", betonte Wolfgang Aich. Was in das ehemalige Postgebäude an der Marktstätte einziehen könnte, darüber mache sich die Sparkasse derzeit intensiv Gedanken. Es liegt nahe, dass sich eher Vertreter renditestarker Branchen für den Bau interessieren werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Adventskalender - weil Vorfreude die schönste Freude ist
Neu aus diesem Ressort
Markdorf
Markdorf
Markdorf
Markdorf
Markdorf
Markdorf
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren