Markdorf Sozialstation Markdorf feiert ihr 40-Jähriges

Mit allen Patienten, Kunden und Freunden wird am Donnerstag, 19. Oktober, 14 Uhr, in der Stadthalle gefeiert.

Markdorf – Am kommenden Donnerstag, 19. Oktober, feiert die Sozialstation Markdorf ihren 40. Geburtstag. Dazu lädt sie ihre Patienten, Kunden und Freunde ab 14 Uhr in die Stadthalle ein. Anders als beim 25-jährigen Jubiläum wird es keine offiziellen Ansprachen oder Grußworte geben. Der Nachmittag wird mit einem ökumenischen Wortgottesdienst beginnen, erklärt Marlene Scheu. Die Pflegedienstleiterin der Sozialstation in der Spitalstraße rechnet damit, dass sich etwa die Hälfte der rund 300 Patienten in der Stadthalle einfinden werden. Dort werden sie von den 141 Markdorfer Mitarbeitern umsorgt. Sodass es dann laut Scheu beinahe so ist, "als würden unsere Patienten zu Hause betreut". Zumindest sehen sich die Senioren von den ihnen vertrauten Personen umgeben. Genau dies sei auch das Anliegen der Sozialstation bei diesem Fest: die gemeinsam-entspannte Begegnung in quasi familiärer Atmosphäre.

Das Menschliche, die direkte Zugewandtheit sei schon immer Anliegen der Sozialstationen gewesen, erklärt Marlene Scheu. Dies gelte für die Pflege alter oder kranker Menschen, dies gelte ebenso für die Begegnung mit deren Angehörigen. Was Irmgard Zimmermann bestätigt. Sie kümmert sich seit 37 Jahren um Bedürftige. Damals noch gemeinsam mit vier Ordensschwestern aus dem Kloster Hegne. Ihr Einsatzradius beschränkte sich seinerzeit noch nicht auf Markdorf, Bermatingen, Immenstaad, Hagnau und das Deggenhausertal beziehungsweise Kluftern und Raderach. Vor 37 Jahren fuhr sie auch noch nach Oberteuringen und Neuhaus. "Die Menschen und ihre Bedürfnisse sind aber gleich geblieben – also verändert sich auch die Arbeit am Menschen nicht wirklich", erzählt die Pflegekraft und Teamleiterin.

Schmunzelnd geht sie auf die von ihr beobachteten Unterschiede ein. "Unsere Patienten im Deggenhausertal sind schon etwas anders als in Immenstaad." Auch sprachlich – die gebürtige Schwäbin hat zwischen Harresheim bis Echbeck schon manchen badischen Brocken hinzugelernt.

Gewandelt habe sich aber doch etwas – und das sehr gründlich. Unterdessen sei der Verwaltungsaufwand entschieden gewachsen, so Irmgard Zimmermann. Reichte seinerzeit noch eine Strichliste, so müsse nun stets akribisch notiert werden, was die Pflegekräften ihren Patienten Gutes tun. Freilich tun sie immer noch ein bisschen mehr. "Gemeinsames Singen, manchmal auch ein Gebet", so Irmgard Zimmermann, "Dinge für die die Menschen sehr, sehr dankbar sind." Was sie sicher sein lässt, den richtigen Beruf gewählt zu haben? "Wir bekommen wirklich sehr viel zurück von unseren Patienten, aber auch von den Angehörigen."

Sozialstation

Die "Sozialstation Bodensee e. V." ist eine Einrichtung zur ambulanten Alten- und Krankenpflege. Sie unterhält Stützpunkte in Markdorf, Salem, Überlingen und Stockach. Insgesamt betreuen die 350 Mitarbeiter der Sozialstation Bodenseekreis ein Versorgungsgebiet auf eine Fläche von 670 Quadratkilometern. Sie übernehmen medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen. Darüber hinaus beraten sie auch Angehörige. Neu ist das Angebot "Essen auf Rädern". Überdies unterhält die Sozialstation in Markdorf noch die Wohngemeinschaft "Altes Kloster" für demenziell Erkrankte und es gibt eine Tagesbetreuung für Senioren. (büj)

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