Markdorf Senioren stimmen sich auf Weihnachten ein

Beim adventlichen Seniorennachmittag in der Stadthalle gibt es Musik, Tanz und Theater für 400 Markdorfer.

Vor Weihnachten lädt die Stadt Markdorf ihre Senioren jedes Jahr zum Feiern ein. Am Mittwoch waren es rund 400 Bürger ab 72 Jahren, die sich in der Stadthalle eingefunden hatten. Teils abgeholt vom im Rathaus organisierten Hol- und Bringdienst der Freiwilligen Feuerwehr beziehungsweise des Roten Kreuzes, teils auf eigene Faust gekommen, genossen sie das von den beiden großen Kirchengemeinden, der Stadt, den Schulen und dem Männerchor gestaltete Programm.

Sie tragen weiße Hemden und in den Händen halten sie Glasgefäße mit brennenden Kerzen. Drittklässler der Jakob-Gretser-Grundschule, die im Flur der Stadthalle auf ihren Einsatz warten. "Ja, ein bisschen", antwortet Ela, 9, auf die Frage, ob sie aufgeregt sei. Hier draußen hat sie nicht mitbekommen, was ihre Mitschüler von der 3b und der Klasse 3d den Senioren vorgeführt haben. Das Wintermärchen vom Mädchen Lumina, das sich im Wald verirrt hatte.

Natürlich ist alles gut ausgegangen – nach abenteuerlichen Begegnungen mit Wölfen, mit herzlosen Menschen und einer Eule. Endlich, endlich hat Lumina, der Name bedeutet Licht, jemanden getroffen, der nicht nur sein Lampenlicht mit ihr teilte, sondern dessen Familie ihr auch Obdach schenkte. Und gleich, sobald der Applaus vorbei ist, wird Ela als kerzentragender Engel in die abgedunkelte Halle kommen – zusammen mit Emilio und Nicolai neben ihr – und all den anderen Engeln aus den Klassen 3a und 3c.

Ingrid Lachmann hatte eben besonders heftig applaudiert. Eben als das Saxofon-Quartett der Musikschule das Te deum von Marc-Antoine Charpentier gespielt hatte. Ingrid Lachmann findet es "ganz toll, was die Stadt hier für uns Senioren auf die Beine stellt". Das sei keine Selbstverständlichkeit. Anfangs habe sie ja gezögert, sich erst nicht recht getraut. Doch inzwischen "komme ich jedes Jahr wieder, freue mich, Freunde und Bekannte zu treffen". Zum Beispiel Marta Steffelin, ihre Tischnachbarin vis-à-vis, die nun seit 37 Jahren in Markdorf lebt und mit 97 Jahren die Älteste im Saal ist.

Akteure

Zweimal im Jahr lädt die Stadt ihre Senioren ein – zum Advent und zur Fastnacht. Beim Advent-Kaffee wirkten mit: das Saxofon-Quartett der Musikschule, Kinder der Grundschule, die ein Weihnachtsstück vorspielten, außerdem tanzten und musizierten, der Männerchor. Pfarrer Tibor Nagy und Pfarrer Ulrich Hund sprachen ebenso zu den Senioren wie Bürgermeister Georg Riedmann.

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