Markdorf Raritätenbörse: Clowns und Bandoneon für Mitterle Kaplanei

Bei der Raritätenbörse des Baufördervereins Mittlere Kaplanei in Markdorf hatten Verkaufsteam und Käufer viel zu Schmunzeln: In dem großen Angebot von Raritäten, die Bürger für die Sanierung des katholischen Gemeindehauses gespendet hatten, waren auch Dinge, die nicht den Geschmack der breiten Masse trafen. Aber die unter Gelächter und mit viel Überredungskunst des Verkaufsteams dennoch ihre Abnehmer fanden.

Zwei Tage lang hat der Bauförderverein Mittlere Kaplanei ins Doschhaus geladen. Dort lockten die von Markdorfer Bürgern für die Sanierung des katholischen Gemeindehauses Mittlere Kaplanei gespendeten Raritäten. "Rund 3000 Euro im Schnitt nehmen wir bei einer Raritäten-Börse ein", erklärt Gebhard Geiger, der Vorsitzende des Baufördervereins. Insgesamt habe man bisher 218 000 Euro eingesammelt, sagt Geiger. Gestecktes Ziel seien 290 000 Euro für den Kaplanei-Umbau.

Alle, die um den improvisierten Ladentisch herumstehen, auf dem sich die Dinge sammeln, haben ihren Spaß am Angebot: das mit Porzellanhenkeln versehene Körbchen mit den Löffeln, Messern, Gabeln und Tortenhebern darin, die so unterschiedlichen Zierrat zeigen, dass sie wohl aus gänzlich verschiedenen Haushalten und Besteckschubladen stammen; die alte Uhr mit ihrem würdevoll tönenden Schlagwerk; die gläserne Schale, im Farbton und von der Form her an ein Salatblatt erinnernd; die grellblaue Vase und die in einer schräg stehenden Metallspirale lehnende Weinflasche.

Alle, die anstehen, um ihren Fund zu bezahlen, ihre Sammeltasse, ihr Buch aus Großvaters Zeiten oder die Pillendose, sie schmunzeln. Über Felix und Helene, die beiden Kinder, die ihrem zunächst zögerlichen Vater Martin Scherzinger Clowns abgerungen haben. Fröhlich grinsende Gesellen in Beige mit der Ziehharmonika, mit Bällen oder einem Regenschirm in der Hand.

Ja, über Geschmack lässt sich streiten – und Martin Scherzinger steht diese Binsenweisheit ins Gesicht geschrieben. Außerdem ein Anflug von Verzweiflung, als Patricia Schnekenbühl ihm weitere Kostbarkeiten andienen will. Während Ulrike Dreer, Petra Holstein und Rolf Schnekenbühl, das Verkaufsteam heute, feixend danebenstehen und sich über Patricia Schnekenbühls Geschäftstüchtigkeit freuen. "Es geht auf Weihnachten zu, da sind hier diese schönen pinkfarbenen Eierbecher doch ein ideales Geschenk zum Wichteln." Scherzinger gibt sich geschlagen, bezahlt auch die rosafarbenen Kelche. Und leistet damit seinen Beitrag für das katholische Gemeindehaus, das vermutlich im September wiedereröffnet werden wird.

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