Markdorf Neue Initiative gegen den Markdorfer Rathaus-Umzug

Nach dem Schalski-Rückzug: Kritiker der Bischofsschloss-Pläne formieren sich neu und begründen ihr Ziel eines Bürgerbegehrens

Markdorf (gup) Nach dem Rückzug von Thomas Schalski aus den Plänen für ein Bürgerbegehren gegen den Umzug der Stadtverwaltung ins Bischofsschloss sei die bisherige Gruppe der Kritiker des Vorhabens nun dabei, sich unter dem Begriff "Initiative Bischofsschloss" neu zu formieren. Dies teilte der Interimssprecher der Initiative, Gerald Wassum aus Markdorf, mit (wir berichteten am Samstag kurz). In der Online-Petition von Schalski und in vielen Gesprächen hätten "sehr viele" Markdorfer Bürger ihr Unverständnis über die Absicht eines Umzugs des Rathauses ins Bischofsschloss geäußert, heißt es in dem Schreiben der Gruppe an die Presse. Man sei der Ansicht, dass es entsprechend dem aktuellen Projektstand und der Rechtslage nicht zu spät für eine derartige Initiative sei.

Ähnlich wie bei der erfolgreichen Initiative in Konstanz in 2010, als es um den geplanten Bau einer Konzerthalle gegangen sei, wolle man sich nun "strukturiert für ein Bürgerbegehren beziehungsweise einen Bürgerentscheid organisieren".

Der Umzug der Verwaltung in ein historisches Gebäude-Ensemble wie das Bischofsschloss werde den Stadtkern mehrere Jahre aussterben lassen, begründet Wassum für die Gruppe das Vorgehen. "Mit dem Verlust des Hotels sowie durch die über Jahre andauernde Belastung an Baulärm, Staub und Baustellenverkehr, wird die Kernstadt nachhaltig an Attraktivität verlieren. Hinzu kommt eine enorme Belastung des Finanzhaushaltes der Stadt und damit auch die Gefährdung anderer wichtiger Bau- und Infrastrukturprojekte", heißt es in dem Schreiben. Auch sei der "Mehrwert" fraglich. Ein Bürgerentscheid könne alle wahlberechtigten Markdorfer einbinden.

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