Markdorf Markdorfer Kunstverein hat 2018 namhafte Künstler im Programm

In einer Woche beginnt die Saison 2018 in den Räumen der Stadtgalerie in der Ulrichstraße 5. Der Markdorfer Kunstverein hat für dieses Jahr namhafte Künstler im Programm. Bei der Auswahl der Künstler setzen die Macher auf einen gut funktionierenden Schneeball-Effekt.

Es dauert nur noch eine knappe Woche. Dann lädt der Markdorfer Kunstverein zu seiner nächsten Ausstellung ein. Ab Freitagabend nämlich stellen die beiden Brüder Reinhard und Wolfgang Scherer in den Räumen der Stadtgalerie in der Ulrichstraße 5 Skulpturen, skulpturelle Wandarbeiten und Radierungen aus. "Zustande gekommen ist das durch eine Bewerbung", erzählt Bernhard Oßwald. Das sei eher seltener der Fall, sagt der Kunstvereinsvorsitzende. Warum die Vorlage einer Bewerbungsmappe eher Ausnahme als Regel ist, begründet Oßwald mit zwei Umständen: Zum einen gebe es sehr, sehr viele Anfragen von Malerinnen und Bildhauern. Da falle die Auswahl ohnehin schwer – zumal die eingesandten Abbildungen nur selten so aussagestark wirken wie die tatsächlichen Arbeiten. Der andere Grund aber sei, "dass wir gerne auf Empfehlungen reagieren". Künstler, die bereits einmal in der Stadtgalerie zu sehen waren, bringen eine ihnen bekannte Künstlerin, einen ihnen bekannten Künstler ins Spiel, erläutert der Kunstvereinsvorsitzende diesen gut funktionierenden Schneeball-Effekt.

Im Falle Wolfgang Scherers war es aber doch die Mappe, die überzeugte. Ein ganzes Konvolut mit seinen Radierungen überreichte der in Wangen im Allgäu lebende Künstler bei der letzten Jo-Bukowski-Ausstellung in der Stadtgalerie. Ein Übriges tat dann noch "der gute Name, den sich Scherer in der Kunstszene gemacht hat", sagt Oßwald.

Auf die Namhaftigkeit geachtet hat der Vorstand des Kunstvereins offenbar auch bei den übrigen Ausstellungen. Etwa bei Manfred Scharpf, der jüngst im Bamberger Diözesan-Museum beziehungsweise dem Dom der Bischofsstadt Arbeiten gezeigt hat, die nicht nur in den überregionalen Feuilletons, sondern auch in Rom Aufmerksamkeit fanden. "Nach Markdorf kommt unter anderem Schapfs 'Anonymus Altar'", freut sich Heide Staiger, die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins, "außerdem aber auch eindrucksvolle Faust-Szenen, die Scharpf gemalt hat". Heide Staiger merkt auch auch, dass die in enger Zusammenarbeit mit den beiden großen Kirchengemeinden konzipierte Ausstellung durchaus irritieren könnte mit ihrer thematischen Kompromisslosigkeit.

Gleichfalls große Aufmerksamkeit gab es im vergangenen Jahr für Herbert Maier, als der in Haslach geborene Künstler im dortigen "Museum für Neue Kunst" seine "wer-wir-sind"-Aquarelle ausstellte. Das sind Motive aus allen Epochen der Kunstgeschichte, die Maier auf DIN-A-5-Format aquarelliert und leicht verfremdet, erläutert Bernhard Oßwald. Er hofft, einige dieser Arbeiten auch in Markdorf ausstellen zu können.

Durchaus kein Unbekannter ist schließlich Christoph Dahlhaus. Der in Bonn und Melbourne lebende Künstler arbeitet mit Licht. "Er wird etwas ganz Eigenes für die Stadtgalerie entwickeln", freut sich Bernhard Oßwald. Heide Staiger teilt diese Freude, blickt aber ebenso erwartungsvoll auf die Intermezzo-Ausstellung 2018. Hier wird wieder Inklusions-Kunst gezeigt, dieses Mal mit Arbeiten aus der Malwerkstatt in Wilhelmsdorf. Für die Ausstellung erhofft sich Heide Staiger ein ebenso großes Publikumsinteresse wie für die Ausstellung der Künstler aus der Kreativwerkstatt in Bodnegg-Rosenharz.

 

Ausstellungen der Stadtgalerie 2018

  • 19. Januar bis 9. März: Radierungen und Stahlplastiken von Wolfgang Scherer und Reinhard Scherer
  • 23. März bis 4. Mai: Manfred Scharpf zeigt Gemälde
  • 11. Mai bis 8. Juni: Bilder aus der Kreativwerkstatt Wilhelmsdorf
  • 22. Juni bis 31. August: Aquarelle von Herbert Maier
  • 14. September bis 2. November: Lichtobjekte von Christoph Dahlhausen

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