Markdorf Markdorfer Chöre künden von Zuversicht

Benefizkonzert des Christlichen Bildungswerks

Gesungene Zuversicht war der Beginn. Den Auftakt des Wohltätigkeitskonzertes am Sonntag in der katholischen St.-Nikolaus-Kirche machte der evangelische Kirchenchor. Der sang von Freiheit und von der Hoffnung, dass alles einmal zum Guten gewendet würde. Und es war ein munteres Lied – ganz ohne jene Schwere, die oft so viele Menschen in der Gegenwart belastet.

Gerade um die Darbenden, die Niedergedrückten ging es bei diesem jüngsten Benefizkonzert des Christlichen Bildungswerks. Wie viele davon schon stattgefunden haben, dass wusste Pfarrer Hund gar nicht so genau zu sagen. Bei seiner Begrüßung im Schiff der Markdorfer Hauptkirche ließ er es im Unbestimmten: „Über 35 werden es wohl schon gewesen sein“, sagte er. Und sie alle dienten dem einen Zwecke: der Aufbauhilfe für Kindereinrichtungen im brasilianischen Sao Paulo. Dort setzt sich Pfarrer Karl-Heinz Speckert ein. Der einstige Vikar in Markdorf unterstützt ein Projekt für Kinder und Jugendliche, damit die in den Slums der Metropole einen Ausweg aus ihrem materiellen Elend finden. Pfarrer Hund würdigte den ansteckenden Enthusiasmus seines Amtsbruders. Der habe in der Gehrenbergstadt schon so viele angesteckt. Dass sich so viele Sänger und Mithelfer Jahr für Jahr aufs Neue für die Organisation finden, sei gewiss keine Kleinigkeit, erklärte Hund.

Das Programm war breit. Da sang der Markdorfer Gospelchor mit gewohnt mitreißender Rhythmik. Er wagte sich gleichwohl auch an schwierige Harmonien – und überraschte schließlich mit einem Gospel auf Französisch. Afrikanisches brachte der gemischte Chor aus Ittendorf zu Gehör. Sein „Nkosi Sikelel' iAfrika“ begeisterte das Publikum in der vollbesetzten Kirche.

Solche Begeisterung wusste auch der Damenchor Ton in Ton hervorzurufen. Insbesondere die Lieder „Ameno“ und „Adiemus“ mit zum Teil auffahrenden Passagen wurden eifrig beklatscht.

Da musste das schlichte „Vater unser“ des katholischen Kirchenchors aus Bergheim-Hepbach wie ein Besinnen anmuten. Die Sänger brachten vielstimmig in Erinnerung, worum das Konzert sich drehte: um geschwisterliches Teilen am Tisch des Herrn. Was auch die programmatische Vorbereitung war zum eher lockeren Ausgang, mit dem der Bodensee-Medley-Chor zum vom Auftakt her nachwirkenden heiter-zuversichtlichen Grundstimmung aufschloss.

Bevor es schließlich zum spektakulären Finale gehen sollte: der Götterfunken-Ode, dem Loblied auf Freundschaft und Hoffnung.

Die Chöre

Mitgemacht bei dem Konzert für den guten Zweck haben der evangelische Kirchenchor Markdorf, der Markdorfer Gospelchor, der gemischte Chor aus Ittendorf, der Frauenchor Ton in Ton, der katholische Kirchenchor von Bergheim-Hepbach und der Bodensee-Medley-Chor. Die Einnahmen des vom Christlichen Bildungswerk organisierten Wohltätigkeitskonzerts fließen an ein Kinder-Projekt im brasilianischen Sao Paolo.

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