Markdorf Lebensfreude pur auf der Markdorfer Rolltreppe

"Flash-Mob" am Samstag: Der Gospelchor Markdorf traf sich zum Spontan-Auftritt beim Proma.

Einige sind offensichtlich zum Erdbeerkaufen da. Sie stehen vor der riesengroßen Plastik-Frucht und bezahlen ihre Schälchen. Andere gehen ganz einfach ihrer Wege, queren die Straße, treten ein ins Proma oder die Läden auf der anderen Seite. Was indes auffällt an diesem Vormittag: selbst für einen Samstag stehen ungewöhnlich viele Menschen an der Ecke Haupt-/Biberacherhofstraße. Sie plaudern. Es werden immer mehr. Und da kommt jemand aus dem Deko- und Einrichtungsgeschäft – laut singend.

Die wohl beschwingteste Rolltreppe rund um den gesamten Bodensee fuhr am Samstag durchs Proma – dank des Flash-Mob-Auftritts des Markdorfer Gospelchors. Bild: Jörg Büsche
Die wohl beschwingteste Rolltreppe rund um den gesamten Bodensee fuhr am Samstag durchs Proma – dank des Flash-Mob-Auftritts des Markdorfer Gospelchors. Bild: Jörg Büsche

Es ist Elisabeth Eckert-von Landenberg, die Vorsitzende des Gospelchors. Ja richtig, der Herr mit dem Hund, das ist doch Hans-Jörg Walter, der Leiter des Chors. Und hier vorn, da steht Birgit Hangg, die stellvertretende Vorsitzende. Sie singt ebenfalls. So wie Walter, wie Waltraud Kuon, wie Wilfried Knorr und all die anderen, die sich hier vorm Proma eingefunden haben.

Die Passanten wundern sich. Einige schütteln freudig erstaunt den Kopf. "So viele!", sagt die sichtlich überraschte Gerda Perle. Dort rangiert eine ältere Dame ihren Rollator vors Schaufenster, damit sie ihn als Konzertstuhl nutzen kann. Manche haben ihre Handys gezückt, fotografieren die Szene, andere drehen gleich ein Video. Und drüben kniet eine Mutter neben ihrem staunenden Kind. Offensichtlich versucht sie zu erklären, was hier gerade passiert.

Die wohl beschwingteste Rolltreppe rund um den gesamten Bodensee fuhr am Samstag durchs Proma – dank des Flash-Mob-Auftritts des Markdorfer Gospelchors. Bild: Jörg Büsche
Die wohl beschwingteste Rolltreppe rund um den gesamten Bodensee fuhr am Samstag durchs Proma – dank des Flash-Mob-Auftritts des Markdorfer Gospelchors. Bild: Jörg Büsche

Man nennt es einen "Flash-Mob". Mehrere, ja möglichst viele Menschen verabreden sich, um irgendetwas gemeinsam zu tun. Hier und heute vorm Proma ist es der Gospel-Chor, der Proben seines Könnens gibt. Nicht, dass es an Gelegenheiten zum Auftreten fehlen würde. Schon am Nachmittag geht es auf eine Hochzeit. Nein, der Gospelchor will vor allem sich und den Markdorfern eine Freude machen. Ein bisschen Nachwuchswerbung kann darüber hinaus auch nicht schaden. "O happy day" stimmt Knorr an. Sein Solo beeindruckt. Die Leute applaudieren heftig. Der Flash-Mob wandert unterdessen, von Dirigent Walter geleitet, ins Innere des Proma. "Heaven is a wonderful place" heißt es nun auf der Rolltreppe unterm Dach. Und Markdorf ist wohl auch ein wunderbarer Ort, solange den Leuten hier solche Aktionen einfallen.

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