Markdorf Knapp 600 Bürger und Gäste beim Markdorfer Neujahrsempfang

Souverän und humorvoll hat Bürgermeister Georg Riedmann seinen ersten Neujahrsempfang absolviert: In der vollbesetzten Stadthalle nahm er zu aktuellen Themen Stellung und nahm auch einen Ausblick ins begonnene Jahr 2014 vor. Zentral werden auch in diesem Jahr die Themen Verkehr und Bildung bleiben – wobei sich Riedmann in seiner Rede beim Thema Verkehrsnöte sehr deutlich positionierte.

Der Verkehr ist und bleibt das zentrale Thema in Markdorf: In seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Stadt Markdorf betonte Bürgermeister Georg Riedmann, dass die Stadt definitiv eine Entlastung vom B-33-Durchgangsverkehr benötige – trotz der nun drohenden Planungslücke bei der B 31 zwischen Meersburg und Immenstaad. „Die Anwohner brauchen keine Statistiken, denn sie erleben die Verkehrsbelastung Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr“, betonte Riedmann. Riedmann nahm dabei Bezug auf die aktuelle Berichterstattung des SÜDKURIER. In der Samstagsausgabe hatte diese Zeitung über die anhaltende Kritik des BUND Markdorf an der geplanten Südumfahrung berichtet. Er sei zwar gegen einen „Umgehungstorso“ zwischen Haslacher Hof und geplantem Wagner-Kreisel, verfolge aber stattdessen das Ziel, die Südumfahrung zu „einer vollständigen Umfahrung zu erweitern“, sagte Riedmann. In diesem Zusammenhang sicherte er seinem Bermatinger Amtskollegen Martin Rupp die Unterstützung der Stadt Markdorf im Planungsverfahren um die Umfahrung Bermatingen zu.


 

Riedmann, der am Samstag seinen ersten Neujahrsempfang als Bürgermeister von Markdorf absolvierte, führte souverän und locker durch den Vormittag in der Stadthalle, die mit knapp 600 geladenen Gästen und Bürgern auch in diesem Jahr wieder bestens frequentiert war. In seinem Ausblick auf das begonnene Jahr 2014 sprach Riedmann neben dem Verkehr auch andere zentrale Themen an, die in den kommenden Monaten auf der Agenda in der Stadt stehen sollen.



Kinderbetreuung und Bildung werden prägende Handlungsfelder bleiben. Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auf zusätzliche Personalkosten im Betreuungsbereich für 2014 in Höhe von 372 000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr habe die Stadt in diesem Bereich eine Steigerung von 380 000 Euro zu verzeichnen gehabt. Dennoch, so Riedmann, habe er zuweilen den Eindruck, dass die Erwartungen gerade in der Elternschaft „noch schneller steigen als unsere Projekte verwirklicht werden“. Er bedauere, dass das „riesige Engagement und der große Mitteleinsatz“ der Stadt „noch nicht einmal ungeteilte Zufriedenheit bei den Nutzern“ ernte.



Dessen ungeachtet werde man in diesem Bereich auch in Zukunft investieren. So seien in den kommenden Jahren etwa große Investitionen in die Sanierung des Bildungszentrums (BZM) vorgesehen. Die trägt zum größten Teil zwar der Landkreis als Schulträger. Doch als Träger der dortigen Realschule werde die Stadt einen eigenen Beitrag in Höhe von 22 Prozent an den Gesamtkosten von mehreren Millionen Euro tragen – zusätzlich zu ihrer finanziellen Beteiligung über die Kreisumlage. Intensiv weiterführen werde man in 2014 auch die „zielgerichtete Diskussion“ zur Schulentwicklung am BZM in Markdorf. Mit den Planungen für eine Turnhalle an der Jakob-Gretser-Grundschule werde man beginnen.

Mehrere runde „Geburtstage“ werden in 2014 anstehen: Riedmann verwies auf das 20-jährige Bestehen des Mehrgenerationenhauses, das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Ensisheim und das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr Ittendorf. Investiert werden soll nicht zuletzt auch in den vereinsgestützten Sport: Im Stadion in den Gehrenbergsportanlagen stünden Renovierungsarbeiten auf dem Plan und das Sportgelände in Ittendorf soll eine Flutlichtanlage erhalten.

Ebenso wie sein Vorgänger in den Vorjahren ehrte Riedmann auch am Samstag in der Stadthalle zahlreiche Markdorfer, die im vergangenen Jahr außergewöhnliche sportliche Leistungen erbracht hatten, sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagiert oder für das Gemeinwohl der Stadt eingesetzt hatten. Bei dem traditionellen Stehempfang bei Häppchen, Wein, Getränken und Kaffee klang der Neujahrsempfang am frühen Nachmittag aus – wie immer mit der Gelegenheit zu netten und interessanten Gesprächen.

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