Markdorf Grünen-Bundesvorsitzende besucht "Heimatliebe Unverpackt" in Markdorf

Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, hat sich in Markdorf bei Simone Keller über ihren Laden "Heimatliebe Unverpackt" informiert. Keller verkauft Lebensmittel des täglichen Bedarfs, die nicht in Plastik verpackt sind.

Bei ihrer Sommer-Tour machte Simone Peter, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, am Donnerstag Station in Markdorf. Hier informierte sie sich zusammen mit dem Bundestagskandidaten der Grünen für den Bodenseekreis, Markus Böhlen, bei Simone Keller, Inhaberin von „Heimatliebe Unverpackt“ in der Hauptstraße, über das Konzept der Vermeidung von Verpackungsmüll aus Plastik bei Lebensmitteln und des täglichen Bedarfs. Am Ende war sie sehr beeindruckt. „Es braucht das Engagement wie von Frau Keller“, sagte Simone Peter. Durch tolle Initiativen von unten könne etwas verändert werden. Markus Böhlen brachte als Beispiel, dass vor Jahren der fair gehandelte Kaffee auch als chancenlos eingestuft worden sei. Heute gebe es ihn in jedem Supermarkt. „Irgendwann muss mal jemand anfangen“, so Böhlen.

Simone Keller berichtete von ihren Anfängen, als sie sich von Marie Delaperrière inspirieren ließ, die das erste Geschäft dieser Art 2014 in Kiel eröffnete. Inzwischen gibt es etwa 50 in Deutschland. Sie selber habe neun Monate gebraucht, bis sie alles beisammen hatte, was sie für ihr Geschäft wollte und was nötig war, um die gesetzlichen Regelungen einzuhalten. So beschaffte sie sich Glaszylinder aus Dresden, weil die üblichen Behälter für lose Ware, wie Müsli und Nudeln, normalerweise aus Plastik sind, was ja vermieden werden soll. Ende September 2016 eröffnete sie das Geschäft. Sie führt fast 300 Produkte und bietet Kaffee an – nicht in Wegwerfbechern. „Alles, was ich hier bekomme, kaufe ich hier“, berichtete Simone Keller zu ihren Waren.

Beim Einkauf von Produkten versuche sie, schon bei der Lieferung Plastikverpackungen zu vermeiden, was nicht einfach sei. Aber: „Man sollte die Kunden nicht veräppeln“, sagt sie, indem man die Plastikumverpackungen vorher im Hinterhof entferne. Simone Peter erinnerte an die starke Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, der in Mikropartikeln letztendlich über die Nahrungskette wieder beim Verbraucher ankomme. „Die Leute wollen gesunde Produkte essen“, argumentiert Peter, deshalb müsse der Plastikmüll reduziert werden.

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