Markdorf Gospelchor singt für Indien-Kinderhilfe

Publikum ist hingerissenund spendet großzügig

Hans-Martin Diemer erläutert beim Benefizkonzert des Markdorfer Gospelchors, welche Projekte die von ihm gegründete Indien-Kinderhilfe Oberschwaben unterstützt.
Hans-Martin Diemer erläutert beim Benefizkonzert des Markdorfer Gospelchors, welche Projekte die von ihm gegründete Indien-Kinderhilfe Oberschwaben unterstützt. | Bild: Büsche

In der St.-Nikolaus-Kirche sind alle Bänke besetzt. Sogar an den Rändern des Hauptschiffs stehen die Leute. Einige nutzen die Treppe zur Orgel-Empore als Sitzgelegenheit. Und der Grund für diese Überfülle im Gotteshaus: ein Benefiz-Konzert, das der Gospelchor Markdorf zugunsten der „Indien-Kinderhilfe Oberschwaben“ gibt. Denn weder vom „blauen Himmel noch von unserer schönen Landschaft hier“, so Pfarrer Ulrich Hund bei seiner Begrüßung, sollten sich die Menschen darüber wegtäuschen lassen, dass es auch andere gibt, die auf der Schattenseite des Lebens weilen müssen.

„Wer hilft uns, einmal wieder die Sonne in unserem Gesicht zu spüren?“ Dies fragen die Kinder in dem wenig später vom Chor vorgetragenen Gospel. „Prayer of the Children“, Gebet der Kinder, heißt dieser. Und er gehört gesanglich wie textlich mit zu den eindruckvollsten dieser gesungenen Gebete. Von Verlassenheit, von Hass, von Zerstörung und Waffengewalt ist darin die Rede. Zum Ausdruck kommt aber auch Hoffnung. Einer Hoffnung, wie sie wohl nur inniges Glauben aufkeimen lässt. Die musikalische Triebfeder dieser Kirchenlieder mit ihrer eigenwilligen Rhythmik: Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors hält sie fast pausenlos in Bewegung. Ständig wiegen sie, pendeln mit den Armen. Selbst der Mann im Mittelgang der Kirche am Mikrofon für die Konzertaufzeichnung schwingt in einem fort mit.

Die Songs stecken an, was indes kaum weiter verwundert. Denn zu den eindringlichen Kompositionen kommt Weiteres hinzu. Da sind etwa die Passagen von Solisten. Stimmgewaltige Bässe, jubelnde Soprane, Freudenrufen und Jauchzen, aber auch schmerzvolles Klagen. Da ist die Begleitung durch Klavier, E-Bass und Schlagzeug, die diesen Liedern soviel populären Anklang verleihen jenseits allen Kirchenlied-Gepräges. Es ist ein Freuden-Sound, es ist ein Zuversichts-Gesang, so heiter, so ergreifend, dass sich das begeisterte Publikum gleich mehrere Zugaben vom Chorleiter Hans Jörg Walter und seinen Sängerinnen und Sängern erklatscht.

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