Markdorf Bildungszentrum wird mit Millionenaufwand saniert

Der Kreistag hat am Mittwoch einer umfassenden Sanierung des Schulgebäudes und der Sporthalle am Bildungszentrum Markdorf zugestimmt. Die Fraktionen standen geschlossen hinter dem Vorhaben. Die Arbeiten sollen im Dezember 2018 beginnen und bis Ende 2019 beendet sein.

Markdorf/Friedrichshafen – "Ich freue mich, dass wir jetzt endlich loslegen können in Sachen Bildungszentrum Markdorf." Das hat Landrat Lothar Wölfle in der Sitzung des Kreistags am Mittwoch gesagt. Denn der Kreistag gab grünes Licht für die Sanierungskonzeption des Schulgebäudes und der alten Sporthalle am Bildungszentrum (BZM) in Markdorf. Jetzt sollen die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben und ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt werden. Das erklärte Harald Betting, Amtsleiter des Bau- und Liegenschaftsamtes. Die Sanierung des Schulgebäudes werde wegen des Sanierungsstaus und auch wegen der pädagogischen Konzepte nötig. Im Fokus stehen beim Schulgebäude der naturwissenschaftliche Bereich und die Aula, für die es ein Gesamtkonzept mit der Cafeteria geben soll. Auch die Klassenzimmer und die Fassade werden teilweise saniert.

"Die alte Sporthalle des Bildungszentrums ist in ihrer Grundsubstanz baulich wie technisch auf dem Stand von 1971", sagte Betting. Der Umfang der Sanierungsplanung umfasse den Austausch der Fassade, die Erneuerung des Dachaufbaus, die Dusch- und Umkleideräume, die Heizung, Lüftung- und Sanitärinstallationen sowie die Elektroinstallation. Besonders die Sanierung der Trinkwasserinstallation sei dringend durchzuführen, da sich mit der vorhandenen Installation eine Umsetzung der aktuellen Vorschriften aus der Trinkwasserverordnung nicht erreichen lasse. Auch neue Fluchtwege sollen geschaffen werden.

Und in der Halle können die Markdorfer dann kräftig feiern: "Die Planung sieht vor, die Halle baurechtlich als Versammlungsstätte für Sportveranstaltungen für bis zu 800 Personen auszulegen, wodurch der größte Teil der Veranstaltungen abgedeckt werden kann", sagte Betting. Geplant ist, die Sanierungsarbeiten im Dezember 2018 zu beginnen und bis zum Ende 2019 abzuschließen.

Mit der Sanierung der Gebäude werde "ein baulicher Rahmen geschaffen für die optimale Bildung der Schüler", freute sich Dieter-Alfons Hornung, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag. Das gebe es nicht zum Nulltarif, für die CDU habe das aber stets höchste Priorität gehabt. "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir das Geld hochverzinslich anlegen", scherzte Hornung.

FWV-Fraktionsvorsitzender Frank Amann warf eine kleine persönliche Anekdote ein: "In den Gebäuden habe ich einen Großteil meines Schülerlebens verbracht." Dann knurrte er in Richtung seines Kreistagskollegen Josef Büchelmeier (SPD): "Parallel mit dem Kollegen Büchelmeier, der als Lehrer da agiert hat." Man habe mit dem Sanierungsprogramm eine gute Lösung gefunden, freute sich Frank Amann. "Und der Anteil des Kreises beträgt etliche Millionen. Das ist doch ein Wort."

Auch Helmut Faden (Grüne) freute sich, "dass wir heute einen zukunftsweisenden Beschluss fassen können". Jochen Jehle (SPD) mahnte: "Wir stellen als Kreistag nur die Gebäue hin, mit Leben füllen müssen es die Schulen." FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Wetzel fand: "Wir wollen beste Bildung haben für unsere Kinder, denn die Bildung ist unser Rohstoff und der kann nicht gehoben werden in alten, sanierungsbedürftigen Gebäuden. Schöne Gebäude gehören zu guter Bildungsarbeit."

Die Kosten

Bereits vor der Kreistagssitzung hatte Kreisrat Roland Biniossek (Linke) Landrat Lothar Wölfle gefragt, wie es zu der Kostenverteilung 78 Prozent (Bodenseekreis) zu 22 Prozent (Stadt Markdorf) für die geplante Sanierung des BZM komme. Auf der Suche nach einer Antwort habe man tief in den Archiven graben müssen und einen Kreistagsbeschluss vom Juli 2002 gefunden, sagte Wölfle. "Da gab es einen Kreistagsbeschluss, in dem das so festgelegt wurde." Roland Biniossek fand das nicht ganz fair: Andere Gemeinden erhielten diese Kostenbeteiligung nicht. "Da ist es wichtig, die Gerechtigkeitsfrage zu stellen und zu fragen, wo die objektiven Kriterien sind. Es kann ja kein Gewohnheitsrecht sein." Lothar Wölfle erwiderte, die Frage sei berechtigt, aber längst beantwortet, und zwar durch den Schullastenausgleich im Haushalt.

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