Immenstaad Moderne Schilder an Immenstaads Ortseingängen

Die Gemeinde Immenstaad investiert in ein modernes Erscheinungsbild. Die alten Tafeln an den Ortseingängen sollen durch neue ersetzt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Austauschbare Tafeln weisen in Zukunft auf Veranstaltungen hin.

Große gelbe und rote Segel begrüßen jeden, der von der B31 nach Immenstaad abbiegt, kleine Schilder auf Holzständern stehen in Kippenhausen. Alle diese Schilder wurden 1995 aufgestellt. Der Zahn der Zeit hat am Material genagt, das Design ist etwas angestaubt. Auch die uneinheitliche Beschilderung im Ort, die den Weg zu öffentlichen Einrichtungen und zu privaten touristischen oder gewerblichen Angeboten weist, ist manchem Immenstaader ein Dorn im Auge. Zumindest an den Ortseingängen sollen 2018 neue Schilder aufgestellt werden. Eine Mehrheit im Gemeinderat fasste jetzt den Beschluss dazu.

Schon im März 2015 wurde vom Gemeinderat eine Arbeitsgruppe zum Thema Ortsbeschilderung eingerichtet. "Es gab eine intensive Diskussion um Farbe, Form und Erscheinungsbild", fasste Bürgermeister Jürgen Beisswenger zusammen. Auch baurechtliche Fragen wegen der Aufstellung an der B31 seien zu klären gewesen. "Das Ok dazu ist jetzt da." Das von der Firma Lehnedesign (Kressbronn) entworfene Design traf den Geschmack der Mitglieder des Arbeitskreises und stieß – von Bernd Lehne dem Gemeinderat vorgestellt – dort ebenfalls einhellig auf Gefallen.

Seit 1995 ein vertrauter Anblick sind die roten und gelben Segel am Ortseingang. 2018 sollen sie ausgedient haben.
Seit 1995 ein vertrauter Anblick sind die roten und gelben Segel am Ortseingang. 2018 sollen sie ausgedient haben. | Bild: Gisela Keller

Für die Zufahrten von der B31 soll es eine große Variante geben, für Kippenhausen eine kleinere. In beiden findet sich das Immenstaader Markenzeichen mit den zwei Segeln wieder. Dieses präsentiert sich auf den neuen Schildern allerdings moderner: Die Segel sind jetzt weiß und transparent, werden von Edelstahl eingerahmt und ragen aus einer blauen Stahlfläche heraus, die das Immenstaader Logo trägt. Auf rotem Grund in weißer Schrift werden Besucher willkommen geheißen. Auswechselbare Schilder weisen auf Veranstaltungen hin. Die große Variante besteht aus drei separaten Stelen, bei der kleinen sind alle Komponenten auf einer Stele zusammengefasst. Bei Dunkelheit sollen Segel und Schriftzüge durch eine LED-Beleuchtung mehr Aufmerksamkeit erzielen. An den B-31-Zufahrten sei die Stromzufuhr kein Problem, in Kippenhausen sei noch zu klären, wie diese geschaffen werden könne, erklärte Ortsbaumeister Ulrich Kohler. Margot Rauber (CDU) regte an, die Möglichkeit einer Stromversorgung über Solarzellen zu prüfen.

Auch die Bepflanzung um die Schilder soll einen klareren Stil bekommen. "Die Farbigkeit soll zurückgenommen werden", erklärte Lehne. Stattdessen soll mit Wackensteinen, Holzpfählen und Ziergräsern aufs Bodenseeufer Bezug genommen werden. Während das Design auf einhellige Zustimmung stieß, sprachen sich angesichts der mageren Gewerbesteuereinkünfte 2017 mehrere Räte der FWI für eine Verschiebung der Investition aus. "Wir haben in den kommenden Jahren viele teure Projekte zu schultern", sagte etwa Kurt Reichle.

Martin Gomeringer (Grüne) wies auf einen desolaten Zustand der Schilder insbesondere in Kippenhausen hin und sagte: "Die Ortseingänge repräsentieren das Erscheinungsbild der Gemeinde. Ich finde, wir sollten das jetzt durchziehen." Margot Rauber (CDU) sagte für ihre Fraktion "Wir stehen alle hinter dem Projekt. Den Betrag können wir stemmen." Der Bürgermeister erinnerte daran, dass an diesem Thema auch die Weiterentwicklung der innerörtlichen Beschilderung hänge: "Es ist notwendig, dass wir uns hier fortentwickeln und es ist sinnvoll, es jetzt zu tun." Bei der Abstimmung gab es neun Stimmen für die Umsetzung bis zum Beginn der Saison 2018, sechs (FWI) dagegen und eine Enthaltung.

Neue Beschilderung

Die Beschilderung wird an fünf Stellen erneuert: an die beiden B-31-Zufahrten nach Immenstaad soll jeweils die große Variante kommen, an die drei Ortseingänge von Kippenhausen die kleinere. Die große Variante kostet inklusive Beleuchtung rund 18.500 Euro pro Stück, die kleinere 9.300 Euro. Hinzu kommen Kosten für Montage und Fundamente. Die Gesamtkosten werden mit 118.000 Euro angegeben. 100.000 Euro seien fürs Haushaltsjahr 2018 eingeplant, 18.000 Euro sollen aus dem laufenden Jahr übernommen werden. (gik)

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