Immenstaad Bürgermeisterkandidat Johannes Henne präsentiert sich offiziell den Wählern

Der 30-Jährige will die Zukunft von Immenstaad, Kippenhausen und Frenkenbach aktiv gestalten. Gewählt wird ein neuer Bürgermeister für Immenstaad am Sonntag, 15. Oktober.

Zur offiziellen Kandidatenvorstellung in der Linzgauhalle sind fast alle Mitglieder des Gemeinderats und Rathausmitarbeiter und gut 100 weitere Immenstaader Bürger gekommen, um die Bewerbungsrede von Bürgermeister-Kandidat Johannes Henne zu hören. Der Kandidat berichtete darin vom regen Austausch mit Immenstaadern. Dabei habe er erfahren, welche Themen die Gemeinde beschäftigen. Auch sein Bauchgefühl "Hier bin ich richtig" sei dabei bestätigt worden. Schon früh habe er den Wunsch gehabt, einmal in einer Gemeinde Verantwortung zu übernehmen, erklärte Henne. Anhand seines Lebenslaufs erläuterte er, wie er sich die Qualifikation hierfür erarbeitet habe: vom Studium an der "Bürgermeisterschmiede", der Hochschule für Verwaltung in Kehl, über ein vertiefendes Studium in Berlin, praktische Ausbildung in verschiedenen Rathäusern bis hin zu seiner jetzigen Tätigkeit als Kommunalberater.

Johannes Henne empfahl sich als neuer Bürgermeister und Nachfolger für Jürgen Beisswenger, der die Kandidatenvorstellung moderierte.<em></em>
Johannes Henne empfahl sich als neuer Bürgermeister und Nachfolger für Jürgen Beisswenger, der die Kandidatenvorstellung moderierte. | Bild: Gisela Keller

Die Sympathien vieler Zuhörer gewann er endgültig, als er im Linzgauer Dialekt fragte, was viele interessierte: "Ja warum will der Kerle überhaupt Bürgermeister werra? Und woiss der überhaupt, was da auf ihn zuakommt?" Diese Fragen beantwortete Henne auch, indem er seinen Vater vorstellte: Dieser war 37 Jahre lang Bürgermeister von Sigmaringendorf und saß in der vordersten Reihe.

In Immenstaad gebe es eine hervorragende Ausgangssituation für die weitere Entwicklung, sagte Henne. Vor allem das vielfältige ehrenamtliche Engagement und die Jugendarbeit sehe er als Fundament dafür. Wegen begrenzter Flächen sei baulich nur noch eine überschaubare Entwicklung möglich. Für Immenstaad solle eine Leitlinie als Planungs- und Entscheidungshilfe entwickelt werden. "Wie soll sich Immenstaad in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entwickeln?" Bereits angestoßene kommunale Großprojekte müssten zielstrebig aber unter maßvollem Umgang mit finanziellen Ressourcen umgesetzt werden. I

m Anschluss an Hennes Rede bedauerte ein Zuhörer, dass der Ort an vielen Stellen seinen Dorfcharakter verloren habe. Zum ebenfalls aus dem Publikum angesprochenen Wunsch nach mehr bezahlbarem Wohnraum bedauerte Henne, dass die Gemeinde hier nur wenige Einflussmöglichkeiten habe. Man könne noch mal über die Zweitwohnungssteuer nachdenken. Die Hoffnung, dass auf dem Gelände des Gasthaus Schiff dort etwas für die Öffentlichkeit entstehen könne, sprach ein anderer an. Die finanziellen Kapazitäten seien begrenzt, dämpfte Henne die Erwartungen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Mehr zum Thema
Bürgermeisterwahl in Immenstaad: Am 15. Oktober ist Bürgermeisterwahl in Immenstaad. Amtsinhaber Jürgen Beisswenger hat angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Alle Informationen über Vorbereitungen, Wahl, Kandidaten und Wahlkampf sowie schließlich das Ergebnis finden Sie im SÜDKURIER-Themenpaket.
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Immenstaad
Immenstaad
Immenstaad
Bodenseekreis
Immenstaad
Immenstaad
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren