Heiligenberg-Betenbrunn Wallfahrtskirche erstrahlt in neuem Glanz

Nach acht Monaten sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Das beschädigte Dach wurde grundlegend erneuert, ein neuer Anstrich soll für einheitliches Erscheinungsbild sorgen. Der Kostenrahmen von 500.000 Euro kann wohl eingehalten werden.

Über viele Monate, von April bis November, ist die Fassade der Wallfahrtskirche St. Maria in Betenbrunn hinter einem Gerüst und Schutzfolien verhüllt gewesen und so mancher Besucher des Ortes und der Kirche mag sich gefragt haben, was da wohl vor sich geht. Jetzt sind Gerüst und Folien abgebaut und die Kirche als bauliches Juwel des Dorfes erstrahlt im neuen Glanz. Doch was war in all den Monaten geschehen?

Die Wallfahrtskirche St. Maria wurde, wie Dekan Peter Nicola nun in einer Presseerklärung mitteilte, 2007 innen umfassend renoviert. Der jährlich im Winter vorhandene Flugschnee im Dachstuhl des Gebäudes und die daraus resultierende Tauproblematik gefährdeten die Baukonstruktion und den Innenraum der Kirche mit seiner wertvollen Ausstattung. Mühevoll musste der Schnee von Jahr zu Jahr im Dachboden händisch in Eigenleistung entfernt werden. Deshalb war die Dachsanierung die vorrangige Maßnahme der mittlerweile abgeschlossenen Außenrenovation. Denkmalpflegerische Voraussetzung war die Wiederverwendung des noch vorhandenen wertvollen alten Biberschwanzbestandes, einer speziellen Dachziegelform. Aufgrund oben beschriebener Problematik hat man sich zusätzlich und für historische Kirchendächer eher ungewöhnlich auf den Einbau eines fast vollflächigen Unterdaches (Schalung und Unterspannbahn) als wasserführende Schicht geeinigt.

Die Sanierung des Putzes und der Natursteine an sämtlichen Fassaden insbesondere aber an den schadhaften Turmzinnen sowie der Einbau neuer Fensterbänke aus Sandstein bildeten den zweiten großen Part der Maßnahmen. Zahlreiche putztechnische Eingriffe erforderten einen neuen Außenanstrich, heißt es in der Mitteilung. Dabei war es Ziel, durch die gewählte neue Farbfassung mit einem hellen warmen Grundton und grau abgesetzten Eckquadern und Fensterfaschen ein einheitliches Erscheinungsbild des Gesamtbaus zu erreichen statt der bisherigen farbigen Differenzierung von Turm und Kirchenschiff. Ebenso behoben wurden schwerwiegende konstruktive Schäden im Glockenstuhl, die Aufgänge und Treppen im Turm wurden aus sicherheitsrelevanten Gründen ertüchtigt. Die Glocken erhielten eine neue Steuerung und neue Klöppel. Sämtliche Maßnahmen wurden in Einvernehmen mit den Denkmalbehörden durchgeführt, teilt Peter Nicola mit. Auflagen zum Schutz des vorhandenen Fledermausaufkommens mussten befolgt werden.

Die Gesamtkosten waren mit rund 500 000 Euro berechnet. Auch wenn noch nicht alle Schlussrechnungen vorliegen, kann der Kostenrahmen nach jetzigem Kenntnisstand eingehalten werden. Die Finanzierung teilen sich die Kirchengemeinde, das Erzbischöfliches Ordinariat, sowie das Land und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die das Projekt mit bewilligten Fördermitteln in Höhe von rund 95 000 Euro unterstützten. Planung und Bauleitung hatte das Erzbischöfliche Bauamt Konstanz inne, tatkräftig unterstützt vor Ort von Werner Hügle, Baubeauftragter und Stiftungsrat der Kirchengemeinde Betenbrunn.

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