Heiligenberg Tennisclub: Mitglieder sanieren Vereinsheim selbst

Das Vereinsheim des Tennisclubs Heiligenberg ist in die Jahre gekommen. Außerdem hat die Holzkonstruktion durch Schädlingsbefall gelitten. Jetzt sanieren die Mitglieder das Vereinsheim selbst. Der Aufwand ist jedoch deutlich größer als ursprünglich erwartet, da sich bei den ersten Arbeiten weiterer Sanierungsbedarf zeigte.

Eigentlich lädt das sonnig-milde Herbstwetter noch zu manchem Tennismatch auf den Tennisplätzen ein. Nicht so in Heiligenberg: Die Mitglieder des Tennisclubs (TC) Grün-Weiß Heiligenberg haben jetzt ihre Tennisschläger gegen Hammer, Säge, Akkuschrauber und Wasserwaage eingetauscht. Vor 42 Jahren wurde der TC Heiligenberg gegründet und so alt ist auch der älteste Teil des Vereinsheims.

Vorsitzender Paul Lohmeyer erklärt: "Zum einen ist dieser Holzbau nebst Erweiterung in die Jahre gekommen und optisch nicht mehr attraktiv." Zu anderen habe man durch den direkt angrenzenden Wald und eine einfache Bauweise massiven Schädlingsbefall gehabt. Daher sollte das Vereinsheim für unerwünschte tierische Besucher dichtgemacht und der Innenbereich attraktiver gestaltet werden.

Aber es kam etwas anders als gedacht. Kaum war die erste Wand demontiert, zeigten sich Schwächen im Fundament und Erneuerungsbedarf bei weiteren Innenwänden. Das Vereinsheim war in einem desolateren Zustand als gedacht. "Mit dieser Situation hatten wir nicht gerechnet, aber sie ermöglicht uns jetzt eine völlig neue und freie Raumgestaltung", sieht Lohmeyer die Situation positiv.

Bei einer gemeinsamen Planungsrunde sprühten die Vereinsmitglieder vor Gestaltungsideen. Jedoch werde sich der Arbeitsaufwand nun deutlich vergrößern und das Budget vermutlich nicht mehr ganz ausreichen, sagt Lohmeyer. Mit Kosten von 25 000 Euro hatte der Verein ursprünglich gerechnet, davon sollte die Gemeinde Heiligenberg 10 000 Euro als einmaligen Zuschuss für Baumaterial übernehmen. Die Arbeiten stemmt der Verein unter Anleitung von Mitglied und Zimmermeister Daniel Leppert selbst.

Lohmeyer befürchtet: "Jetzt müssen wir wahrscheinlich eine Nachfinanzierung durch etwas mehr Fremdkapital ins Auge fassen." Da der größte Posten die Arbeit ist, die ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern gestemmt werden kann, hält Lohmeyer eine Kostensteigerung noch für moderat und darstellbar. "Es lohnt sich", ist Lohmeyer überzeugt, "denn wir sind zwar ein Sportverein mit dem Fokus auf den Tennissport, aber zum Vereinsleben gehört halt auch die Geselligkeit dazu. Die war in der letzten Zeit nur noch bedingt möglich."

Als im März 2016 Lohmeyer mit Martin Senn und weiteren Mitstreitern die Vereinsführung übernahm, fasste der neue Vorstand ein Ziel: den Verein, der mit Blick ins Salemertal und auf den Bodensee eine vielfach beneidete Lage hat, noch attraktiver zu machen. "Wir wünschen uns mehr Mitglieder, wieder Jugendarbeit und eine Damenmannschaft. Dafür brauchen wir attraktive Rahmenbedingungen", fasst Lohmeyer seine Zukunftsvisionen zusammen. "Außerdem möchten wir wieder ein Leistungsklassenturnier veranstalten." Im Mai soll der Umbau fertig sein.

Der Verein

Der Tennisclub (TC) Heiligenberg hat rund 100 Mitglieder, davon sind etwa 50 aktiv. Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder beträgt 110 Euro. Die Familienmitgliedschaft kostet 185 Euro. Kinder zahlen 45 Euro. Hinzu kommen Arbeitseinsätze, die die Mitglieder für den Verein zu leisten haben.

Kontakt: Paul Lohmeyer, Telefon 0 75 54/98 93 87. Der Verein im Internet: www.tc-heiligenberg.de

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