Heiligenberg Minispielfeld oder Bolzplatz in Heiligenberg?

Erneut wurde im Gemeinderat Heiligenberg über die Pläne für den Spielplatz am Freibad debattiert. Kommt dort ein Minispielfeld? Und wird dann der Bolzplatz im Ort aufgegeben, damit die Fläche als Bauplatz verkauft werden kann? Der Gemeinderat hat noch nicht abschließend entschieden.

Mit der Neugestaltung des Spielplatzes beim Freibad wäre nicht nur die Erneuerung und Neugestaltung aller Heiligenberger Spielplätze, sondern auch die Sanierung des Freibads abgeschlossen. Dieser dritte Bauabschnitt zur Sanierung des Freibads soll jetzt im Winter und Frühjahr stattfinden und im Mai abgeschlossen sein. Bereits in seiner Sitzung am 26. September hatte sich der Gemeinderat eingehend mit der Planung befasst. Dafür wurde das Planungsbüro Architektur und Freiraum beauftragt.

Als Ersatz für die im Februar abgerissene Minigolfanlage hatte die Gemeindeverwaltung den Bau eines Fußball-Minispielfeldes vorgeschlagen. Die hohe Akzeptanz bei Kindern und Jugendlichen und die Langlebigkeit einer solchen Anlage zeigten sich seit zehn Jahren an der Grundschule Heiligenberg, hieß es im September. Zur Gegenfinanzierung des Minispielfelds, das 165 000 Euro kostet, sollte der Bolzplatz an der Betenbrunner Straße aufgegeben und als Bauplatz vermarktet werden. Ein Gemeinderatsbeschluss wurde im September jedoch nicht gefasst. Vielmehr sollte die Umsetzung der Maßnahme erst im Rahmen der Haushaltsplanberatungen entschieden werden.

In der jüngsten Ratssitzung kam das Thema erneut auf die Tagesordnung, da mit Michael Moser und Torsten Schneider zwei Gemeinderäte schriftliche Stellungnahmen zu den Vorschlägen des Planungsbüros eingereicht hatten. "Was mir nicht gefällt, ist, dass Kinder fern von jeder Bebauung und Aufsicht sich schon fast im Wald aufhalten müssen", schrieb Moser. Zudem sei ein Minispielfeld nur für Fußball geeignet und das spielten nun mal vornehmlich Jungs. "Was ist mit Mädchen?", fragte Moser. Zudem habe er sich bei Jugendlichen umgehört: Keiner, auch die fußballverrückten Jungs nicht, wolle den Bolzplatz aufgeben. Deshalb favorisiere er den Erhalt des Bolzplatzes. Statt eines Minispielfelds solle man die Spielangebote auf dem Spielplatz erweitern.

Kommt im Freizeitareal beim Freibad ein Minispielfeld? Darüber muss der Gemeinderat noch entscheiden.
Kommt im Freizeitareal beim Freibad ein Minispielfeld? Darüber muss der Gemeinderat noch entscheiden. | Bild: Bernhard Conrads

Thorsten Schneider hielt dagegen, dass er ein Verfechter einer konzentrierten Freizeitlösung beim Freibadareal sei. Allerdings würde er den Freizeitbereich flächenmäßig erweitern, um neben dem Minispielfeld weitere Angebote zu ermöglichen. Architekt Stüber wandte ein, dass schon der Bau des neuen Kinderbeckens die Liegefläche im Freibad deutlich verkleinert habe. Von einer weiteren Beschneidung der Liegefläche rate er dringend ab.

Bürgermeister Frank Amann sagte: "Es geht heute nicht um die Entscheidung, ob der Bolzplatz aufgegeben und das Minispielfeld gebaut wird." Es gehe darum, welche zusätzlichen Spielgeräte kommen sollen, damit man bei den Haushaltsberatungen belastbare Kostenschätzungen habe. Dennoch wurden in der Sitzung Meinungen zum Bolzplatz geäußert. Gemeinderätin Maria Morgen schloss sich Mosers Meinung an: Das Minispielfeld sei zu teuer. Gemeinderat Heinrich Stengele verwies auf den Erfolg bei der Grundschule und favorisierte das Minispielfeld bei Aufgabe des Bolzplatzes. Gemeinderat Alfred Rock sprach sich für das Minispielfeld und gegen den Bolzplatz aus, meinte aber, man müsse ja nicht sofort alle vorgeschlagenen Spielgeräte aufstellen. Gemeinderätin Julia von Stryk hielt das Minispielfeld ebenfalls für zu teuer. Auch sie habe sich umgehört und die Kinder seien "nicht scharf auf das Minispielfeld". Gemeinderat Manfred Hornstein wandte ein, dass beim Bolzplatz oft Bälle auf die Straße flögen. Deshalb sei der Bolzplatz eine Gefahrenstelle. Gemeinderat Hubert Nadler brachte die Überlegung ins Spiel, den Bolzplatz zum Freibad zu verlegen. Wichtig sei, dass auf jeden Fall die Einfriedung mit einer Zaunanlage rechtzeitig komme, forderte Amann. Der Rat beschloss, die Zaunanlage in Auftrag zu geben. Dieser Beschluss gilt unter der Prämisse, dass das Minispielfeld gebaut wird. Offen blieb, was passiert, wenn das Minispielfeld nicht gebaut wird.

 

Spielgeräte

Bürgermeister Frank Amann schlug in der Gemeinderatssitzung vor, eine Slackline, eine höhenverstellbare Netzanlage vor dem Pavillon für Badminton, Federball und Volleyball sowie verschiedene Schaukeln zu realisierten. Alle anderen Ideen, wie Tischtennis, Boulebahn, Basketballkorb, Torwand, Geschicklichkeitsparcours oder Fitnessgeräte, sollten verworfen werden. Eine Kletterwand soll in das bereits beschlossene "Spielschloss" integriert werden, erklärte Amann.

 

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