Heiligenberg Brillantes Konzert mit neuem Dirigent

Christian Bollin feiert sein Debüt bei der Musikkapelle Wintersulgen und das Publikum bedankt sich mit langem Beifall für ein abwechslungsreiches Programm.

Ein stimmiges Jahreskonzert ist der Musikkapelle des Musikvereins Wintersulgen gelungen. Für den erst seit März amtierenden Dirigenten Christian Bollin war es sein Debüt, das zeigte, dass dem Musikverein Wintersulgen mit Bollin als Nachfolger von Hubertus Müller ein brillanter Griff gelungen ist. Bollins ausgesuchtes und abwechslungsreiches Programm präsentierte Blasmusik in vielfältigen Facetten. Sein klares Dirigat wirkte absolut souverän und formte die musikalische Gestaltung der Stücke auf überzeugende Weise. Das Orchester lieferte präzise Rhythmen und folgte blitzschnell den von Bollin vorgegebenen Tempi sowie den weichen Übergängen bei Takt- und Tempowechseln.

Das Publikum quittierte die reife Leistung mit langem Beifall. "Man muss feststellen, dass der Stabwechsel im März gelungen ist und auf hohem Niveau weitergespielt wird", freute sich der Bezirksvorsitzende des Blasmusikverbands Bodenseekreis, Ronny A. Knepple. Vielleicht könnte es eine kleine Neuausrichtung im Repertoire geben, mutmaßte Knepple. Mit humorvollen Worten hatte Ortsreferent Heinrich Stengele die Moderation kurzfristig vom erkrankten Pfarrer Volker Blaser übernommen. Er lieferte vor jedem Stück interessante Informationen über die jeweiligen Komponisten und Werke. Bereits das erste Stück "Vienna Festival Music" des Österreichers Otto Schwarz erwies sich als gut gewählt: kernig-wuchtige Klänge im festlichen Stil unter betontem Einsatz des tiefen Blechs setzte gleich zu Beginn einen ersten Meilenstein.

Kräftigen Applaus spendeten die Zuhörer der Musikkapelle des Musikvereins nach dem gelungenen Jahreskonzert im Gemeindehaus Wintersulgen.
Kräftigen Applaus spendeten die Zuhörer der Musikkapelle des Musikvereins nach dem gelungenen Jahreskonzert im Gemeindehaus Wintersulgen. | Bild: Bernhard Conrads

Von den roten Felsen nahe der US-Stadt Sedona ließ sich offensichtlich der Amerikaner Steven Reineke inspirieren. Das dreiteilige Werk "Sedona" ist durchweg im fröhlichen Ausdrucksstil komponiert und wies thematisch folkloristische Elemente auf. Das sinfonische Werk ließ mit schönen Soli im ruhigen Mittelteil aufhorchen, bevor es im dritten Teil in einem feurig-emotionalen Finale endete. Bemerkenswert war das Stück "Consolation" (deutsch: Trost). In reizvoller Moll-Tonalität nahm das Stück unverkennbar Bezug auf den Bach-Choral "Wer nur den lieben Gott läßt walten". Der Choralsatz, eingeflochten in frei komponierte Zwischenspiele, war "der rote Faden" des Stücks.

Nach der Pause ging es mit majestätisch-flotter Marschmusik beim Stück "Arsenal" weiter. Bekannt Melodien waren im Robbie-Williams-Potpourri "Let Me Entertain you" zu hören. Mit "Goldene Musik" gelang dem Orchester eine wunderbar lyrische, böhmische Polka der Egerländer Musikanten. Nach langem Applaus gab es als Zugaben "Viva La Viva" der Rockband Coldplay für Blasmusikorchester arrangiert sowie die Polka "Traum einer Marketenderin" des Österreichers Franz Meierhofer.

Am Rande wies Sabine Feiler auf die Ergänzung der Uniform der Männer hin, die jetzt eine grüne, samtene Weste erhalten hatten.

 

Ausbildung

Zusammen mit den Musikvereinen Frickingen und Altheim leistet der Musikverein eine effiziente musikalische Ausbildung von Jugendlichen.

Mit Felix Eckert, Tobias Eckert, Jannik Jäger, Stefanie Lutz, Peter Metzger und Lukas Straßburger hatten sechs Jungmusikanten die D2-Prüfung bestanden und waren in der Kapelle der Aktiven willkommen. Sie erhielten das Leistungsabzeichen in Silber.

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