Hagnau Umjubelter Auftakt von Hagnau Klassik

Virtuosität auf hohem Niveau erlebten die Zuhörer beim Auftaktkonzert von Hagnau Klassik am Mittwochabend. Am Samstag findet das Abschlusskonzert im Gwandhaus statt.

Die Konzertreihe Hagnauer Klassik feiert in diesem Herbst ihr zehnjähriges Bestehen. Das Auftaktkonzert am Mittwochabend im ausverkauften Reinhard-Sebastian-Zimmermann-Saal des Hagnauer Rathauses war der Kammermusik gewidmet. Vier junge, besonders talentierte Musiker und Wunderkinder Yuki Manuela Yanke (Violine), Yi-Te Yang (Bratsche), Titus Maack (Cello) und Marie Rosa Günter (Klavier) präsentierten ein Programm mit Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart.

Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte sein Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll op. 49 im Jahr 1840 für die Konzert-Saison im Leipziger Gewandhaus. Ein melancholischer erster Satz, mal zart, mal heftig, endete in einem emotionalen Gewitter. Im Andante begann das Klavier mit einer schönen einfachen Melodie, die von Geige und Cello innig und zart beantwortet wurde. Einem Elfentanz glich das Scherzo, vom Klavier eröffnet. Die Streicher fielen hüpfend ein und stolperten übermütig und effektvoll zum Ende. Marschmäßig präsentierte sich das romantische Finale und vereinigte noch einmal Dramatik und Leidenschaft, Tänzerisches und Spielerisches und schlichte Liedmelodie. Einfühlsam und aufmerksam spielten Yuki Manuela Yanke (Violine), Titus Maack (Cello) und Marie Rosa Günter (Klavier) zusammen, ein wahrer Hörgenuss.

In der Passacaglia von Georg Friedrich Händel (1685-1759) in einer Bearbeitung des norwegischen Violinisten und Komponisten Johan Halvorsen (1864-1935) glänzten Yuki Manuela Yanke und Titus Maack als Virtuosen auf ihren Streichinstrumenten und veranlassten das Publikum zu brausendem Beifall und Bravo-Rufen. Das Klavierquartett in g-Moll KV 478 von Wolfgang Amadeus Mozart vereinigte alle vier jungen Musiker auf der Bühne. Zu Lebzeiten fand Mozarts Stück keinen Anklang bei den Wienern – Klavier und Streicher musizierten gleichberechtigt und es gab keine herausragende Partie des Pianisten, vermutlich war es auch in der Ausführung zu anspruchsvoll und bedurfte guter Musiker.

Yuki Manuela Yanke (Violine), Yi-Te Yang (Bratsche), Titus Maack (Cello) und Marie Rosa Günter (Klavier) hatten mit der Ausführung keine Probleme. Alle vier waren glänzende Virtuosen auf ihren Instrumenten. Im geschmeidigen Zusammenspiel erklangen die etwas schroff und schon sehr modern klingenden Passagen der Streicher und das typisch leichte und perlende Mozartsche auf dem Flügel. Im Andante begann das Klavier mit einer anmutigen Melodie, auf die ruhige Streicherklänge antworteten. Im Zusammenspiel lyrisch, romantisch und in sich gekehrt.

Das Rondo und Allegro moderato kam sehr leicht, munter und tänzerisch daher. Marie Rosa Günter spielte ihren Klavierpart mit einer Leichtigkeit und Brillanz und ließ sich auch durchs Verblättern der Noten nicht aus der Ruhe bringen. Die Zuhörer waren begeistert vom Können der sympathischen Musiker und hörten als Zugabe einen Satz aus dem Klavierquartett c-Moll op. 1 von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Am Samstag Abschlusskonzert

Die zehnte Auflage der Hagnauer Klassik endet am Samstag, 4. November, 20 Uhr, im Gwandhaus mit dem Abschlusskonzert. Es spielen das Kammerorchester Pforzheim und die Residenzsolisten Yuki Manuela Yanke (Violine), Yi-Te Yang (Bratsche), Titus Maack (Cello) und Marie Rosa Günter (Klavier). Zu hören sind Werke von Matthias Georg Monn, Johann Nepomuk Hummel, Max Bruch und Felix Mendelssohn Bartholdy.

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