Hagnau Pater Konrad Barth feiert goldenes Priesterjubiläum – und Hagnau mit ihm

28 Jahre lang war Pater Konrad Barth der Pfarrer in Hagnau, jetzt zelebrierte die Gemeinde mit ihrem Ehrenbürger sein Jubiläum. Dabei erzählte Barth von seinem Werdegang.

Mit einem bewegenden Festgottesdienst ist das goldene Priesterjubiläum von Pater Konrad Barth in der St. Johann Baptist Kirche in Hagnau gefeiert worden. Musikalisch umrahmten den Festgottesdienst Roswitha Dimmeler an der Orgel und Trompeter des Musikvereins Hagnau. Der Meersburger Kirchenchor sang die Messe in G–Dur von Franz Schubert unter Leitung von Manfred Sonnenschmidt. Und die Festpredigt hielt Pater Konrad Schultis. "Es war ein sehr emotionaler Gottesdienst", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Hedi Meichle später. "Schließlich hat er lange bei uns gelebt und wir haben zusammen gelacht und geweint. Er war unser Pfarrer!"

28 Jahre lang war Barth in der Hagnauer Gemeinde, bis er im September 2003 im Alter von 68 Jahren in Pension ging. "Ich musste aus gesundheitlichen Gründen", sagt er bedauernd. Er wohnt nun wieder in Kloster Schloss Hersberg, wo er im Alter von 21 Jahren, im Anschluss an eine Schreinerlehre, mit dem Priesterseminar für Spätberufene begann. "Die Schule war für mich die größte Plag", sagt der Jubilar. Er sei auf dem Land groß geworden und immer gerne in der Natur gewesen. So war er dann auch froh, als er 1975 die Pfarrstelle in Hagnau übernahm, dass er "endlich wieder Reben" sah. Zuvor war er Kaplan in Augsburg, Wien und Salzburg.

Während seiner Zeit in Hagnau hat er Vieles in die Wege gebracht. Es war die Zeit des Aufbruchs in die Seelsorgeeinheit und die Zeit, in der Laien mehr Beachtung in der Kirche fanden. "Barths großer Verdienst war die Laienausbildung. Ohne Laien ging es heute nicht mehr", sagte Pater Schultis. Weiterhin war Barth Religionslehrer in Markdorf und an der Grundschule Hagnau/Stetten. Außerdem war er Dekanatsfrauenseelsorger. Für seine Leistungen wurde er zum Hagnauer Ehrenbürger ernannt. Mit einer feierlichen Vesper endete der Festtag. "Die heilige Vesper war Pater Barth immer sehr wichtig" leitete Pfarrer Matthias Schneider den Gottesdienst ein. "Jetzt haben wir schön gesungen", dankte der Jubilar der Gemeinde. "Das war ein würdiger Abschluss des heutigen Tages."

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