Hagnau Erfolgreicher Handarbeitsbasar: Stricken für einen guten Zweck

Warme Socken, dicke Schals, aber auch filigraner Schmuck und schicke Handtaschen: Der Handarbeitsbasar des Hagnauer Stricktreffs bot Nützliches, Schnäppchen oder schon die ersten Weihnachtsgeschenke. Der Erlös des Basars geht dieses Jahr an einen an der Muskelerkrankung Amyotrophe Lateralskerose (ASL) leidenden Mann in Meersburg. "Unverkaufte Strickwaren werden an die Tafel in Markdorf gespendet", erklärte Susanne Urnauer kurz vor Öffnung des Basars.

Das ganze Jahr über haben die Damen des Stricktreffs fleißig gewerkelt. "Etwa neun bis zehn Damen gehören zum harten Kern", sagte Urnauer. Vertreten seien alle Altersklassen von etwa 30 Jahren bis zu Ruth Stuchlick, Älteste mit 83 Jahren, die liebevoll als "Oma Ruth" bezeichnet wird. "Neben denen, die regelmäßig zum Treff kommen, bekommen auch wir auch von zwei Damen von außerhalb Gestricktes per Post", fügt Urnauer an und bedauert im gleichen Atemzug, dass Pia Endlich, Helga Müller und Rita Meissner nicht anwesend sein konnten, als das Gruppenfoto gemacht wurde.

Der Basar wurde zum zweiten Mal veranstaltet, vergangenes Jahr wurde der Erlös an das Frauenhaus in Lindau gespendet. "Wir sperren Augen und Ohren auf, wer etwas brauchen kann", erklärte Urnauer, die zusammen mit Anni Kramer den Stricktreff vor etwa vier Jahren gegründet hat. Immer mittwochs treffen sich die begeisterten Handarbeiterinnen im katholischen Pfarrheim in Hagnau, die Gruppe ist offen für jeden. "Nach dem Basar geht es gleich wieder weiter für nächstes Jahr", sagt Urnauer lachend.

Elke Hund und Ruth Stuchlik (von links) haben viel Spaß mit den bunten "Flipflop-Socken".
Elke Hund und Ruth Stuchlik (von links) haben viel Spaß mit den bunten "Flipflop-Socken". | Bild: Lorna Komm

Bereits kurz nach der Öffnung strömen die Kaufinteressenten in das Gebäude. "Schau doch, der schöne Janker", macht Gabriele Remele die nebenstehende Frederike Schwörer aufmerksam. Schwörer hat früher selber mitgestrickt. Da sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen kann, kauft sie nun Kleinigkeiten für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. "So tue ich doppelt was Gutes", sagt sie.

Neben den wärmenden Wollsachen bieten weitere Hagnauer Handarbeiterinnen selbst gefertigte Produkte. Gabi Wehrle kreiert schicke Handtaschen und Einkaufstaschen aus speziellem Papier. "Die Taschen sind waschbar und reißfest" erklärt sie. "Das Material wird auch als veganes Leder bezeichnet, aber ich mag den Ausdruck nicht." Angefangen habe sie mit Taschen aus Filz, aber das Papier sei so toll zu verarbeiten. Aufgrund der Strapazierfähigkeit bezeichnet sie es gerne als "Plastiktüten der Zukunft."

Elke Hund, Monika Engel, Margot Gwosdz, Gisela Pfeffer, Ruth Stuchlik, Susanne Urnauer und Anni Kramer (von links) strickten das ganze Jahr über fleißig für den Handarbeitsbasar.
Elke Hund, Monika Engel, Margot Gwosdz, Gisela Pfeffer, Ruth Stuchlik, Susanne Urnauer und Anni Kramer (von links) strickten das ganze Jahr über fleißig für den Handarbeitsbasar. | Bild: Lorna Komm

Engel aus Schwemmholz vom Bodensee bietet Brigitte Baier. Das Besondere an ihren Unikaten ist, dass sie das Holz nicht mehr zuschneidet oder bearbeitet. Jedes Stück habe sie so gefunden und oft monatelang gesucht, bis sie einen passenden zweiten Flügel zum Engel gefunden habe. "Da fällt das Weggeben manchmal schwer", lacht die Bavendorferin, die familiäre Beziehungen nach Hagnau hat. Schmuck aus Glas, Perlen oder Halbedelsteinen verkauft Lucia Gutemann. Diesen hat sie teilweise genäht oder nach alter Handarbeitstradition gehäkelt. Vor etwa zwölf Jahren habe sie damit begonnen und sich alles selber beigebracht. "Inzwischen mache ich das mit Leib und Seele, Tag und Nacht."

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