Friedrichshafen "namibiakids": Mitgliedschaft kommt als Geschenk per Postkarte

Der Verein "namibiakids" fördert Kinder aus den Slums und Townships. Über eine Postkarte können Interessierte ab Juli eine Mitgliedschaft verschenken.

Manchmal ist es ganz einfach, jemandem eine Freude zu machen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Der Verein "namibiakids" hätte da jedenfalls so eine Idee. "Mit dieser Postkarte bekommen Sie eine Mitgliedschaft für ein Jahr bei namibiakids e.V. geschenkt. Diese 25 Euro helfen einem Kind in unserem Projekt in der schulischen Ausbildung", steht auf der Postkarte, die der Häfler Verein für Kinderhilfsprojekte in Namibia ab Juli im Rathaus und im Eine-Welt-Laden kostenlos zur Verfügung stellt.

Interessierte können die Karten aber auch gleich über info@namibiakids.com bestellen. "Wir hoffen natürlich, dass der Schenkende auch nach diesem Jahr noch Mitglied bei uns bleibt", sagt der Vereinsvorsitzende Bernd Fikentscher mit einem Augenzwinkern. Derzeit hat der Verein, der 2005 von Traudel Günther in Friedrichshafen gegründet wurde, bundesweit 72 Mitglieder. Die aktuellen Projekte sind ein christlicher Kindergarten mit Ganztagsbetreuung in Rundu im Norden Namibias. Dort hilft der Verein Kindern, deren Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können. In Otjiawarongo hat der Verein eine Holzwerkstatt für behinderte Kinder eingerichtet und einen gebrauchten Container gesponsert, der bemalt und zum Klassenzimmer umfunktioniert wurde. Hier werden Kinder mit besonderen Lernbedürfnissen gefördert und deren Eltern beraten.

An der "Private School of Rehoboth" werden ebenso Schüler unterrichtet, die im Großbetrieb der staatlichen Schulen untergehen, und auch hier übernimmt "namibiakids" bei ärmeren Familien das Schulgeld. "Wir sind dabei, unser Engagement in dieser Schule um eine Suppenküche zu erweitern. Das ist für viele Schüler die einzige warme Mahlzeit am Tag", sagt Bernhard Fikentscher. Nach den Ferien soll damit begonnen werden, eigenes Gemüse in einem Gewächshaus zu ziehen.

Studenten können sich über ein Praktikum in Otjiawarongo oder Rehoboth beim Verein einbringen. Ein Praktikum dauert mindestens sechs Wochen und maximal drei Monate. Ansprechpartner ist die stellvertretende Vorsitzende Ute Lebschi in Kressbronn. Sie kümmert sich auch um Visa. "Denn in Namibia hat man angefangen, die Schulen zu kontrollieren", sagt sie. Genau wie alle anderen Vorstandsmitglieder und Schirmherr Martin Herzog ist sie regelmäßig in Namibia. Der enge persönliche Kontakt zu den Projekten ist ihnen wichtig. "Und wir arbeiten alle ehrenamtlich, sodass alle Spenden zu 100 Prozent direkt in die Projekte fließen", betont Fikentscher.

Ideelle Unterstützung hat der Verein Oliver Siegemund zugesagt. Der Vorsitzende des FC Friedrichshafen plant, in den Osterferien 2018 mit zwei Jugendmannschaften nach Namibia zu fliegen und dort ein Freundschaftsturnier auszurichten. Weitere Informationen im Internet: www.namibiakids.com

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