Friedrichshafen ZF-Werksorchester feiert 80-jähriges Bestehen mit Konzert

Seit vielen Jahrzehnten sorgen Musiker des ZF-Werksorchesters für einen guten Klang – in und außerhalb der Firma, in Friedrichshafen und fernen Ländern. Ein Blick in die Chronik anlässlich des anstehenden Jubiläumskonzerts.

Sie sorgen für einen guten Klang und sie bereichern seit vielen Jahrzehnten die kulturelle Landschaft in Friedrichshafen und darüber hinaus: Die Musiker des ZF-Werksorchesters. Jetzt darf man sich über das 80-jährige Bestehen und auf ein Jubiläumskonzert am Sonntag, 15. Oktober, im ZF-Forum, das viele Höhepunkte und eine große musikalische Bandbreite verspricht.

Ein Blick in die Orchesterchronik: Alfred Graf von Soden-Fraunhofen, ZF-Vorstandsmitglied und Trompeter des damaligen Symphonieorchesters Friedrichshafen, war es, der schon 1934 den Wunsch nach der Gründung eines eigenen ZF-Werksorchesters äußerte. 1937 war es dann soweit. Erster Dirigent war Eugen Hofmann, bevor Musikdirektor Kaspar Siehler die Leitung des rund 30-köpfigen Orchesters übernahm. Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs dauerte es bis 1952, als der damalige ZF-Direktor Albert Maier dann Johann Haug mit der Weiterführung des Werksorchesters beauftragte. Zu den Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden müssen, gehören Konrad Ertl, Otto Wietfeld sowie der legendäre Roland "Teddy" Schäffler, der das Orchester 1981 übernahm und bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 leitete.

Seit 2016 dirigiert Nicht-ZF'ler

Inzwischen war man auch bei zahlreichen externen Veranstaltungen mit von der Partie, wie etwa bei den sonntäglichen Hafenkonzerten des Südwestfunks im Graf-Zeppelin-Haus. Für 14 weitere Jahre übernahm Andreas Schorer den Dirigentenstab. Seit 2016 bekleidet mit Thomas Riether erstmals ein Nicht-ZF'ler das Amt des Dirigenten.

Ob bei Konzertreisen nach Wien, Budapest oder Bratislava, ob bei der Luftschifftaufe des Zeppelin NT, bei Promenadenkonzerten an der Musikmuschel oder bei zahlreichen Doppelkonzerten wie etwa mit dem Polizeimusikkorps Baden-Württemberg oder dem MTU- und anderen großen Werksorchestern – immer wieder zeigt sich das ZF-Werksorchester neuen musikalischen Herausforderungen gewachsen. Selbstverständlich ist man auch bei Jubilar- und Einweihungsfeiern präsent, bei Rentnerfeiern – auch bei Beerdigungen von ZF-Mitarbeitern.

Viele Gelegenheiten für Auftritte

Gemeinsam zu musizieren ist das Eine, der kollegiale und freundschaftliche Zusammenhalt über den betrieblichen Alltag hinaus das Andere. "Einfach eine tolle Sache, die uns allen viel Spaß macht", fasst Orchester-Vorstand Thomas Pihlar zusammen. Nicht nur das: Die Proben sind für viele auch ein echtes Workout, um nach getaner Arbeit den Kopf wieder richtig frei zu bekommen", ergänzt Dirigent Thomas Riether. Unter den derzeit rund 50 Musikerinnen und Musikern, die sich seit Beginn des Jahres auf das große Jubiläumskonzert vorbereiten, sind aber nicht nur aktuelle Mitarbeiter, sondern auch einige ZF-Rentner. Wie zum Beispiel Tenorhornist Martin Schneider. Er und seine Kollegen bringen die Erfahrung und Konstanz mit, wovon junge Orchestermitglieder nur profitieren können, wie Thomas Riether betont.

Das musikalische Konzertprogramm reicht von Peter Maffay und Rolf Zuckowski bis Abba und von "The feather song" bis zum Graf-Zeppelin-Marsch. Für alle Beteiligten steht außer Frage, dass man auch in nächsten Jahren – gemäß des Mottos des Jubiläums – "Always on the go!" sein wird.

Das Konzert ist bereits ausverkauft.

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