Friedrichshafen-Kluftern Wichtige Entscheidungen stehen in Kluftern bevor

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Ortschaft Kluftern im Bürgerhaus berichtete Ortsvorsteher Michael Nachbaur, dass es bei der Erweiterung des Baugebietes Lachenäcker Verzögerungen geben wird. Zudem müssten für den Kindergarten und die Grundschule mehr Raum geschaffen werden.

Mit nachdenklichen Worten begann Klufterns Ortsvorsteher Michael Nachbaur nach der Begrüßung seine Rede beim Neujahrsempfang der Ortschaft am Sonntagmittag im Bürgerhaus. Er erinnerte an die Attentate und Kriege im vergangenen Jahr. "Die Terroristen... greifen auch unsere Lebensweise an, unsere Freiheit, unsere Werte, unseren Glauben... sie wollen uns in unserer Freiheit einschränken. Dem dürfen wir uns nicht beugen." Nachbaur strich den Wert der Demokratie, auch vor dem Hintergrund des Rechtspopulismus' heraus. "Ich bin sehr froh, dass sich in Friedrichshafen und Kluftern viele Bürgerinnen und Bürger in Politik und Gesellschaft einbringen." Aussagen, die Oberbürgermeister Andreas Brand in seiner Rede unterstrich.

Ein gutes Beispiel ist nach Ansicht von Nachbaur die Verkehrsmediation Kluftern, die im neuen Jahr in die Zielgerade einbiegt, wie Brand erklärte. Der Ortsvorsteher lobte das bisherige Verfahren und die Beteiligten. Noch sei nicht entschieden, welche der sechs Trassen in vier Korridoren verwirklicht werde – oder eine Nullvariante. Kritik aus dem benachbarten Riedheim, das Thema werde durch eine Klufterner Brille betrachtet, wies er zurück. "Es muss aber schon festgestellt werden, dass der Anknüpfungspunkt der Südumfahrung Markdorf nicht auf Wunsch Klufterns direkt vor der Bahnunterführung Lipbach ankommt. Nach unserer Auffassung wäre der Anschluss an einem der Kreisel in Markdorf richtig gewesen."

Neue Planungen sind im Bereich Kinderbetreuung und Bildung nötig. Die Bevölkerung werde von bisher 3550 in den kommenden Jahren um 500 bis 600 neue Einwohner steigen. Die Klufterner Kindergärten platzten aus allen Nähten. Im Kindergartenbedarfsplan 2017/2018 müssten deshalb der Bedarf festgestellt und im Haushalt 2018/2019 Mittel für Erweiterungen zur Verfügung gestellt werden. Eventuell soll es einen zusätzlichen Waldkindergarten geben. Ähnliches gelte für die Grundschule.

Zudem gebe es das Problem des Wohnungsmangels, dass auch Andreas Brand sehr deutlich ansprach. In Kluftern verzögere sich derzeit das Baugebiet Lachenäcker – Erweiterung Ost, berichtete der Ortsvorsteher, wegen Problemen bei der Umsetzung der Oberflächenwasserbeseitigung und der Herstellung von Retentionsflächen. Erschließung des Gebiets sei deshalb voraussichtlich erst 2018. Immerhin gehe es mit dem "Endlosthema" Traube-Areal an der Gangolfstraße voran. Bis Herbst könne das dort geplante Bauvorhaben stehen – und dann gehe es auch mit der Umgestaltung der Ortsmitte weiter. Insgesamt sieht Nachbauer die Ortschaft gut aufgestellt. Er erinnerte an die neue Brunnisachhalle mit dem Kunstwerk "Energia vitale" und an Gemeinschaftsaktionen wie das neue Beachvolleyballfeld oder zuletzt die Feier zum 850-jährigen Bestehen von Efrizweiler. Nachbauer forderte dazu auf, entschlossen und gemeinsam zu handeln, um die anstehenden Themen zu gestalten.

Bildergalerie unter: www.suedkurier.de/bilder 

Zeppelin-Stiftung

Oberbürgermeister Andreas Brand nutzte beim Klufterner Neujahrsempfanga die Gelegenheit, um über die Zeppelin-Stiftung zu informieren. Das Regierungspräsidium Tübingen habe den Antrag auf Wiederherstellung der alten Stiftung abgewiesen. "Die Zeppelin-Stiftung ist rechtmäßig bei der Stadt", so Brand. Er rechne jetzt mit einer Klage. Die richte sich zwar gegen das Land, im Grunde jedoch gegen die Häfler Bürgerinnen und Bürger. Man werde einen Antrag auf Beiladung zum Verfahren stellen. Eine juristische Klärung "ist gut für uns alle", so der OB. (wex)

Ihre Meinung ist uns wichtig
Historische Momente
Neu aus diesem Ressort
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Friedrichshafen -
Friedrichshafen -
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren