Friedrichshafen Volles Haus bei Festabend "175 Jahre Graf Zeppelin"

Viele Bürger kamen ins Graf-Zeppelin-Haus, um einen Mann zu feiern, dessen Pioniergeist Friedrichshafen so viel zu verdanken hat.

Ein Abend, kulturell und intellektuell anregend, und damit so bunt und abwechslungsreich wie das ganze Jubiläumsjahr! Der gestrige Festakt war würdiger Abschluss und ein weiterer Höhepunkt im 175. Geburtsjahr des Grafen Zeppelin – und machte wiederum eines deutlich: Diese Stadt und ihr berühmtester Ehrenbürger gehören in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft untrennbar zusammen.

Diesen Herren kennen sogar die Kleinsten: Dass er einen Bart hat, eine Mütze trägt, vielleicht schon ein bisschen alt ist, aber immer mit dem Fernrohr guckt, dass seine Luftschiffe auch gut gebaut werden, davon berichteten die Mädchen und Jungs des Kindergarten Wiggenhausen in einer herrlichen Videoeinblendung zur Freude des ganzen Saales.

Aber wie steht es bei den Erben des Grafen mit den Visionen aus? Das wollte SWR-Moderator Jürgen Hörig von seinen Talk-Gästen wissen. Als eine Stadt, die heimelig und gleichzeitig in der Welt zuhause ist, in der Eigeninitiative gelebt werden kann und die nach vorne blickt, so will OB Andreas Brand Friedrichshafen in der Zukunft sehen. Sich am Wertesystem des Grafen zu orientieren, ist für Zeppelin-Konzernchef Peter Gerstmann eine Maxime, der sich sein Unternehmen in jeder Hinsicht verpflichtet fühlt. „Nimmersatt“ zu sein, bleibt für Ursula Zeller, Direktorin des Zeppelin-Museums, höchstes Prinzip – und wenn man dann, wie gerade in jüngerer Vergangenheit mit unbezahlbaren Reststücken der LZ 129 Hindenburg belohnt wird, dann lohnt sich großes Engagement ohnehin. Dass sich der Zeppelin weitere Plattformen erschließen kann, davon berichtete Zeppelin-Pilot Fritz Günther. Mit dem Zeppelin unterwegs zu sein zur Klimaforschung in Finnland oder im Auftrag der Hafen- und Seeüberwachung in Südfrankreich – das ist bereits Realität.

Auch das Rahmenprogramm hätte dem Jubilar gefallen: Musik und Kunst von Häfler Gruppen, die sich nicht nur deswegen mit dem Grafen verbunden fühlen, weil sie seinen Namen tragen – natürlich auch der Festvortrag des Schweizers Louis Palmer, der mit einem selbstgebauten Solartaxi die ganze Welt umrundet hat und damit zu einem modernen Visionär geworden ist.

Nicht zuletzt der überraschende Auftritt von „Briefträger“ Hartmut Semmler, der die frohe Botschaft überbrachte, dass der Guinness-Weltrekord „Größte Glückwunschkarte der Welt“ mit 7322 Unterschriften jetzt offiziell anerkannt wurde. Auch ein Grund, um beim Stehempfang darauf anzustoßen.

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