Friedrichshafen Unterkunft für Flüchtlinge steht leer

Die Verwaltung des Bodenseekreises kündigte den Mietvertrag mit der Stadt Friedrichshafen zum Jahreswechsel. Die Stadt will das Gebäude zumindest vorerst weiter als Wohnraum nutzen.

Seit einigen Tagen steht die Flüchtlingsunterkunft an der Ailinger Straße leer. "Das Gebäude ist bis zum Jahresende an den Landkreis zur Unterbringung von Flüchtlingen vermietet. Der Landkreis hat den Mietvertrag zum 31. Dezember gekündigt. Er benötigt wohl aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen das Gebäude nicht mehr," teilt die Stadt auf Anfrage des SÜDKURIER mit. Nach einem Brand im Sommer vergangenen Jahres hatte der Kreis die Aufteilungen der Räume in dem Gebäude geändert, um auch Familien unterbringen zu können. Am 28. Juli 2016 hatte es im Verteilerschrank im ersten Obergeschoss des Gebäudes einen Schmorbrand gegeben. 55 Flüchtlinge, die in dem Gebäude gewohnt hatten, waren danach, da das Gebäude zunächst nicht mehr bewohnbar war, in eine Notunterkunft nach Neukirch gebracht worden.

Die Stadt prüfe derzeit interimsweise, bis zur Entwicklung des Gesamtquartiers, Personen aus Friedrichshafen in dem Gebäude unterzubringen, wurde auf Nachfrage des SÜDKURIER weiter mitgeteilt. Das gesamte Areal, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum ZF-Forum liegt, will die Stadt auf lange Sicht gefälliger gestalten. Dazu wurden bereits zwei Gebäude in direkter Nachbarschaft zum zurzeit leer stehenden Gebäude abgerissen. Die Stadtverwaltung und das ZF-Management sehen das Areal zwischen Charlotten-, Ailinger- und Löwentaler Straße als derzeit unpassende Umgebung für die ZF-Hauptverwaltung an.

Von den beiden Freudenhäusern, die es hier gab, steht inzwischen keines mehr. Das sogenannte blaue Haus, ein Bordell in der Löwentaler Straße 1, war im Frühsommer 2016 geräumt und im Juli 2016 abgerissen worden. In dem Gebäude hatten zuvor Prostituierte jahrelang im „Millionairs Club“ und bei den „Seemiezen“ ihre Dienste angeboten. Dieses Grundstück ist inzwischen eingeebnet und mit einem Maschendrahtzaun umgeben. Mit Ablauf des Mietvertrags am 15. Januar wurde auch das Bordell im Haus Charlottenstraße 64 („gelbes Haus“) geräumt und anschließend abgerissen, "wegen des schlechten Zustandes des Gebäudes", wie die Stadt argumentierte.

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