Friedrichshafen Tolle Schnäppchen für Skifahrer beim Skibasar

Am Morgen reichte die Warteschlange zum Skibasar bis zum Parkplatz – rund 5000 Artikel warteten auf neue Besitzer.

Als er um 7.30 Uhr zur Messe kam, erzählt Christoph Schwertel, da stand bereits eine Mutter mit ihrem Sohn vor dem Eingang zum Foyer West. Um neun Uhr, kurz bevor sich die Türen öffneten, habe die Warteschlange dann bis zum Parkplatz gereicht. "Wer ein Schnäppchen machen möchte", sagt auch Wilfried Wesener, "der steht am Samstag um neun Uhr vor der Tür". Die beiden Männer sprechen aus Erfahrung. Sie sind die Hauptorganisatoren des Skibasars und wissen, dass bis 10.30 Uhr das meiste verkauft ist. Dabei bietet die Messehalle B1 mit einer Fläche von 6 000 Quadratmetern reichlich Platz für ein riesiges Angebot an Skiern, Schuhen, Ausrüstung und Bekleidung. Zwischen 4 800 und 5 000 Artikel seien dieses Jahr angeliefert worden, sagt Wesener. Etwas weniger als im vergangenen Jahr. Doch entscheidend ist, wie viel davon verkauft wird. Zwischen 58 und 62 Prozent der eingelieferten Ware finde im Durchschnitt einen neuen Besitzer, so Christoph Schwertel. Dabei sei man auch auf gewerbliche Angebote angewiesen, die in erster Linie aus Vorjahresmodellen oder Rücklauf aus Vermietung bestehen und etwa 40 Prozent des Angebots ausmachten.

Skischuhe in allen Größen, Farben und Formen warten auf einen neuen Besitzer. In der Messehalle gab es auf 6 000 Quadratmetern zwischen 4 800 und 5 000 Artikel.
Skischuhe in allen Größen, Farben und Formen warten auf einen neuen Besitzer. In der Messehalle gab es auf 6 000 Quadratmetern zwischen 4 800 und 5 000 Artikel. | Bild: Anette Bengelsdorf

Viele Helfer, zu erkennen an ihren neongrünen Westen, beraten die Kunden bei der Auswahl des richtigen Skis und geben Tipps zur passenden Ausrüstung. Dabei verteilt sich die Arbeit auf viele Schultern. Seit 36 Jahren schon wirken die vier großen Skivereine aus Friedrichshafen, der Skiclub Buchhorn, der SC Schnetzenhausen, der VFB und die TSG Ailingen, bei einem der größten Skibasare Süddeutschlands zusammen.

"Wir versuchen bei der Bekleidung die Ordnung aufrecht zu erhalten", sagt ein helfendes Skiclub-Mitglied schmunzelnd, hängt die Skihose aus der Umkleidekabine wieder auf den Bügel und sortiert sie im Ständer mit der richtigen Größe ein. Während die Kunden spätestens um zwölf Uhr mit ihrer Beute vom Skibasar nach Hause gehen, fängt für die vielen Helfer die Arbeit erst richtig an. Wurde ein angeliefertes Stück nicht verkauft, möchte es der Besitzer wieder abholen. Doch vielfach findet sich die Ware nicht, ist bestenfalls im Durcheinander untergegangen und taucht erst beim Aufräumen wieder auf. Wilfried Wesener listet die liegengebliebenen Sachen auf und muss sie zu sich nach Hause nehmen, um die Besitzer zu kontaktieren. Um 16, manchmal um 17 Uhr, sei er dann erst fertig, sagt er. Taucht eine neuwertige Jacke oder ein Paar teure Ski nicht wieder auf, sei das ärgerlich. Denn der Einlieferer könne weder mit Geld noch mit Ersatz rechnen. Zum Glück käme das jedoch sehr selten vor.

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